Sonntag, 26. Januar 2020 19:28 Uhr

Voxxclub über wilde Partys und skurrile Begegnungen

Star Press / aedt

Die Jungs Voxxclub befinden sich mit ihrer frischen Interpretation von Volksmusik bereits seit sieben Jahre auf der Erfolgsspur. Titel wie „Donnawedda“ oder „I mog di so“ sind längst Selbstläufer und leben ihr eigenes Partyleben quer durch die Republik. Ganz egal ob im Festzelt oder im Disco-Stadl Voxxclub findet sein Publikum.

Mit ihrem neuen Album „Wieder Dahoam“ wollen sie nun ihren Stand in der Musiklandschaft manifestieren und die Zeichen dafür stehen gut. Die neue Scheibe konnte sich in den deutschen Charts bis auf den fünften Platz nach vorne kämpfen. klatsch-tratsch.de traf die fünf Frohnaturen zum Interview.

Quelle: instagram.com

Mit „Wieder Dahoam“ ist jetzt euer mittlerweile fünftes Album draußen. Ist man da noch aufgeregt?
Man ist jedes Mal sogar mehr aufgeregt. Wir hatten immer das Glück, dass die anderen Alben immer gut funktioniert haben. Man hat dadurch immer mehr den Druck, dass man keinen Schritt zurück machen will. Man will ja eher weiter nach vorne. Wir lernen jedes mal etwas Neues dazu und man steckt jedes Mal noch mehr Herzblut rein. Dementsprechend groß ist die Aufregung wie das Album bei den Leuten ankommen wird.

Die letzten Alben waren alle in den Top 10. Hofft Ihr jetzt auf noch eine größere Steigerung?
Ich habe ja einen Traum – einen Wunsch. Ich fände es schön, wenn wir mal auf der eins wären. Aber welcher Künstler träumt nicht davon? Deshalb ist es auch so schwierig. Sollte es so klappen, dann hätten wir ein Problem für das nächste Album. (lacht) Wir stehen alle 100% hinter dem Album und sind sehr stolz darauf. Ich glaube, das ist das Ziel und das haben wir jetzt auch schon erreicht.

Heimat ist bei dem neuen Album ein sehr wichtiges Thema zu sein. Es scheint auch insgesamt thematisch etwas ernster bei euch zuzugeben …
Das scheint hier in Berlin auch ganz gut zu sein. Wir haben hier auch einen Song mit Mateo von Culcha Candela geschrieben. Ich glaube, das ist auch etwas ganz besonderes geworden. Eigentlich wollten wir einen Song für uns schreiben, aber als er dann fertig war, haben wir gemerkt dass „Bock auf Bunt“ mit seiner Aussage zu Respekt und Offenheit so stark ist. Wir mussten den einfach zusammen machen. Wir haben es dann zusammen aufgenommen.

Bei dieser Kombination aus HipHop und Raggae mit Volksmusik denkt man, dass es so richtig clashen könnte, aber das tut es gar nicht. Ganz im Gegenteil. Es fließt so richtig. Uns ist wichtig – gerade in dieser Zeit – dass die Leute wissen, dass Voxxclub nicht nur Rock und Haudrauf ist – das sind wir sicher live – aber trotzdem berühren wir die Leute mit unserer Musik. Wir möchten ihnen auch eine Botschaft mitgeben wie eben bei „Bock auf Bunt“.

Du meintest ja, die Zusammenarbeit mit Culcha Candela hat super funktioniert. Könnt ihr euch künftig häufiger solche Kollaborationen vorstellen?
Auf jeden Fall. Es war ja nicht unsere erste Zusammenarbeit mit anderen. Wir suchen immer wieder den Kontakt zu anderen Künstlern. Bisher waren die anderen Acts aber eher aus dem Schlager-Bereich. Deshalb haben wir uns sehr gefreut, dass sie den Schritt mit uns gewagt haben. Ich glaube, auch von deren Seite ist das ein tolles Ergebnis geworden. Wir wollen ja dieses Bunte, dieses Genre-Übergreifende. Dieses Mischen von Genres finden wir sehr spannend und da kann man sich unheimlich bereichern. Wir hoffen, dass da noch viele andere Mut finden. Mit Mateo von Culcha stand das nie zur Debatte: Wir haben uns nie überlegt, ob Volksmusik und Raggae/HipHop zusammenpassen. Wir haben einfach gemacht.

Quelle: instagram.com

Habt ihr da jemand bestimmten vor Augen, mit dem ihr gerne zusammenarbeitet wollen würdet?
Ich habe jetzt konkret niemanden vor Augen. Es muss einfach passen und man muss eine gemeinsame Idee geben. Am Ende geht es um Musik und das Genre-Übergreifend. Ich kann da aber zu mehr Mut aufrufen. In Deutschland herrscht immer noch sehr ein großes Sparten-Denken. Ich glaube die Fans haben das gar nicht mehr so, sondern die freuen sich einfach wenn sich Leute gegenseitig unterstützen und gemeinsam Musik machen. Das ist eine große Chance für die Zukunft. Wir könnten ja eine Anzeige starten: Voxxclub sucht freiwillige große Stars. Xavier bitte melde dich! (lacht)

Viele von euch sind ja privat Väter. Hören eure Kinder eure Musik?
Ja, voll. Unsere Musik scheint irgendwas zu haben, das Kinder sehr anspricht. Oft schicken uns Eltern Videos von ihren Kindern, wie die dazu tanzen.

Seid ihr privat Couch-Potatoes oder Partyanimals?
Da wir beruflich viel unterwegs sind und da viel Party ist, mögen wir es privat eher ruhiger. Wenn wir mal auf eine Party gehen, dann muss das schon eine gute sein. Man überlegt sich dann  genau, ob man jetzt wirklich steil gehen will oder nicht. Es muss sich die Waage halten. Eine Sache, die wir gelernt haben ist, dass es schon mal ganz gut sein kann mal früh ins Bett zu gehen, weil man am nächsten Tag dann auch viel besser aussieht. (lacht)

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Werdet ihr auf der Strasse eigentlich erkannt?
Wenn wir zusammen unterwegs sind, dann schon – vor allem in Lederhosen. Ab und an wenn man alleine ist, dann kommt es aber auch mal vor. Weihnachten war ich beispielsweise in Mainz bei meiner Familie und an einer Kreuzung spricht mich eine Frau an und sagt: „Hey, du bist doch von Voxxclub!“ Manchmal sitzt man aber auch in einem Cafe und merkt, dass man beobachtet wird und wenn man dann einen Blick auf das Handy der Personen erhascht, dann kommt es auch vor, dass man sieht, wie die einen googeln.

Was war euer abgefahrenstes Fan-Erlebnis?
Es gab da mal Eine, die hat an meine Hotelzimmertür geklopft. Meine Frau hat aufgemacht und da stand dann diese Frau. Ich musste meiner Frau dann erklären warum diese Frau bei mir klopft. (lacht) Sowas kommt schon vor.

Es gibt eine Frau, die ist in mein Heimatort gefahren, hat Fotos vom Haus meiner Eltern gemacht und mir eine Decke geschickt, auf der die Bilder drauf sind. Ich bekomme mittlerweile echt riesige Pakete, meine Großeltern bekommen von ihr Weihnachtsgeschenke und Karten – es sind immer sehr durchdachte Geschenke. Wir sind zwar sehr nahe mit unseren Fans – gerade auch durch Social Media, aber man kennt sich dann doch nicht so gut. Deshalb geht einem das manchmal schon ein bisschen zu weit.

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