Mittwoch, 23. Januar 2019 21:10 Uhr

Was macht eigentlich Ashanti?

Wir können uns noch gut daran erinnern, als Ashanti die Charts dominierte. 2002 und 2003 schaffte sie ihren Durchbruch mit der Single „Foolish“, gemeinsam mit Rapper Ja Rule. Auch die weitere gemeinsame Single „Always On Time“ wurde zu einem riesigen Erfolg.

Die darauffolgende Solo-Karriere der gebürtigen New Yorkerin lief gut. Ihr Hit „Rock Wit U (Awww Baby)“ schaffte es ebenfalls fast bis an die Spitze der Charts, genauso wie „What’s Luv“ feat. Fat Joe oder „Mesmerize“, erneut gemeinsam mit Ja Rule.

Was macht eigentlich Ashanti?

Foto: FayesVision/WENN.com

Ashanti wurde während ihrer kurzen, aber erfolgreichen Karriere für acht Grammys nominiert und gewann 2003 sogar einen Preis für das beste, aktuelle R&B-Album „Ashanti“. Außerdem sahnte die damals 21-Jährige zahlreiche Billboard-Awards ab, darunter als Künstlerin des Jahres, beste Hip Hop / R&B-Musikerin des Jahres und beste Pop-Künstlerin des Jahres.

Ashanti erreichte sogar einen Guiness-Weltrekord, da sich das Album „Ashanti“ in der ersten Woche mit 504.593 Exemplaren am besten verkaufte und damit einen wahnsinnigen Rekord erzielte. Ihre Nachfolge-Alben“Chapter II“ und „Concrete Rose“ erhielten jeweils Platin.

Plötzlich war sie weg

Eigentlich eine absolut steile Karriere –  und plötzlich war es vorbei. Ashanti war irgendwie vom Radar verschwunden, man hörte nichts mehr von der einstigen R&B-Schönheit. Doch wie kam es dazu und was macht sie heute eigentlich?

Aufsehen erregte die Musikerin 2008, bei der Promotion ihres Albums „The Declaration“. Im Musikvideo zu „The Way That I Love You“ ermordet sie ihren Lover, der sie betrügt. Ihr Team richtete nach der Veröffentlichung eine Website ein, auf der User die Möglichkeit hatten, Fake-Drohungen von ähnlichen Morden oder Warnungen von falschen Detektiven an seine Freunde (oder wohl eher Feinde) zu verschicken.

Was macht eigentlich Ashanti?

Foto: Apega/WENN.com

Dafür erhielt Ashanti viel Kritik, denn ihr wurde vorgeworfen, mit dem Video und der Aktion Gewalt zu verherrlichen. Es gab sogar Proteste gegen den Clip. Ashanti verteidigte sich zunächst: „Es passt einfach unglaublich gut zur Platte. Es ist sehr filmisch, anders als ein normales Musikvideo. Ich habe darin herausgefunden, dass mein Mann mich betrügt und dann findet man ihn später blutüberströmt in der Badewanne“ erklärte sie damals laut „CNN“. Universal entschied sich später, die Website mit der „Scherz“-Aktion wieder zu entfernen.

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Offenbar ging es mit den hoffnungsvollen Zukunftsaussichten der Sängerin rasch bergab, als die Bosse ihres Labels in Verbindung mit einem großen Drogen-Skandal gebracht und festgenommen wurden. Ashanti trennte sich 2009 von ihren Produzenten – und es wurde still um sie. Sie begann erst mit einem neuen Label – „Entertainment One“ –  zusammenzuarbeiten, entschied sich dann aber 2011 ihre eigene Produktionsfirma „Written Entertainment“ zu gründen.

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Damit bekam Ashanti die Gelegenheit, sich als Unternehmerin auszuprobieren und neue Wege zu gehen. Damals sagte sie gegenüber „All Hip Hop“: „Ich bin sehr aufgeregt. Ich habe das Gefühl, dass mein innovativer und ehrgeiziger Ansatz als Unternehmerin in der Musikbranche Fuß zu fassen, meinem Label eine weltweite Präsenz verleihen kann. Je mehr ich gelernt habe in den letzten Jahren, desto mehr wusste ich, was ich wirklich will. Das ist ein großer Schritt für mich als Unternehmerin“.

Obwohl die Fans begierig auf neue Musik von ihr warteten, veröffentlichte sie erst wieder im Jahr 2014 das neue Album „Braveheart“, das allerdings nicht den Erfolg von früher erreichen konnte.

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Die Sache mit dem Stalker

Seit 2009 sorgte Ashanti dann nicht mit ihrer Musik für Aufmerksamkeit sondern mit einem ganz anderen Thema – ihrem angeblichen Stalker. Unter anderem soll er offenbar mehrere Tweets an Ashanti und ihre Schwester geschickt und sogar ein Nacktbild von sich an ihre Mutter gesendet hatte. Bereits 2009 wurde er wegen Stalking verurteilt und 2013 dann erneut verhaftet, nachdem er gegen die einstweilige Verfügung verstieß. Immer wieder mussten die Sängerin, ihre Schwester und ihre Mutter gegen den Mann aussagen. 2016 wurde er dann zu vier Jahren Haft verurteilt und darf sich insgesamt 5 Jahre weder Ashanti noch ihrer Familie nähern.

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Musikalisch surft Ashanti zwar nicht mehr auf riesigen Erfolswellen, trotzdem ist sie keineswegs völlig aus der Öffentlichkeit verschwunden. Im Gegenteil, die heute 38-Jährige fasste als Film-und Fernsehschauspielerin Fuß in Hollywood und spielte 2002 unter anderem in der Serie „Sabrina – Total verhext“ und in Filmen wie „Coach Carter“, „Tucker Must Die“ und „Mütter und Töchter“ mit. Außerdem brachte die Musikerin ihren eigenen Duft „Precious Jewel“ und ihre eigene Vitamin-Marke „OPC -3“ auf den Markt. Auch wenn sicherlich nicht mehr die große Hollywood-Oscar-Karriere winkt, so lässt es sich Ashanti zumindest nicht nehmen, sich durch ihre Social Media-Aktivitäten immer wieder ins Gespräch zu bringen.

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Mal ist sie beim Wellenreiten auf den Bahamas zu sehen, ein anderes Mal knutscht sie einen Delfin oder schnitzt ihren Namen in einen Felsen in Jamaika. Die Sängerin reist offenbar auch ständig in ihrem eigenen Privat-Jet durch die Welt. Na dann läuft es doch eigentlich gar nicht so schlecht für Ashanti – bis auf die Musik.

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Im Oktober letzten Jahres wagte sie den Weg zurück auf die Bühne, plante an der „Stony Brook University“ ihre „Back to the Brook“-Tour – und musste sie dann absagen, aufgrund zu weniger Ticketverkäufe. Das College sagte damals in einem Statement: „Wir tun unser Bestes um Programme für die Studenten zu organisieren und gleichzeitig Vielfalt und Zusammenhalt zu bieten. Wir haben jedoch Mühe gehabt, bestimmte Aspekte umzusetzen. Nur eine Woche vor dem Konzert wurden nur insgesamt 24 Karten verkauft an die Studenten„. Das klingt nicht danach, als würde es Ashanti musikalisch noch einmal ganz nach oben schaffen – die Erinnerung an ihre 2000er Hits bleibt uns aber immerhin!

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