18.04.2020 19:23 Uhr

Was macht eigentlich Popstar Alexander Knappe mit der Zwangspause?

imago images / Future Image

Alexander Knappe ist einer von zehntausend Pop-Künstlern weltweit, die wegen der Corona-Krise wie viele Millionen Menschen auch zu einem sogenannten „Social Distancing“ verdonnert sind. Wir haben mit dem beliebten Sänger, der bereits vier erfolgreiche Alben rausbrachte, unseren Corona-Fragebogen abgearbeitet.

Die Sportskanone hatte einige überraschende Antworten parat.

Alexander Knappe

Foto: Alex Knappe

Krank oder gesund?
Wenn überhaupt – krank im Kopf (lacht). Ich bin fit wie ein Turnschuh. Ich hab mein eigenes Fitnessprogramm, das ich entwickelt habe. Ein Lifestyle-Programm, das alle Bereiche abdecken wird. Mehr kann ich jetzt noch nicht verraten.

Was ist in Deinem Alltag jetzt anders?
Naja, gar nicht soviel. Wir Musiker/Künstler/Überlebenskünstler leben ja eigentlich jeden Tag bzw. es ist immer ein Teil unserer Art zu leben, mit einer gewissen Perspektivlosigkeit. Mal mit mehr Struktur, mal weniger. Aber mein letztes Album heißt ja nicht umsonst „Ohne Chaos keine Lieder“

Welche Pläne kannst du jetzt erstmal nicht umsetzen?
2020 ist nach den letzten Jahren eher so ein Anlauf-Jahr für mich. Mal durchatmen, durchpusten. Ich schreib an neuen Liedern, an der nächsten Platte. Ich plane die Tour für 2021. Auf jeden Fall wird’s noch 1-2 Songs dieses Jahr vom Knappe geben. Vielleicht hau ich dieses Jahr noch die Orchester-Live- DVD raus, mal schauen. Parallel bin ich dabei, mein eigenes Fitnessprogramm zu entwickeln. Dass will ich dann ab Oktober 2020 launchen! Also immer in Bewegung..

Wie schätzt Du die Situation für Kunst und Kultur ein?
Ich sehe alles was im Leben kommt immer als Chance. Niemand sagt, dass die Situation leicht ist. Aber es bringt nichts herumzuheulen. Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt, dass sollten wir uns immer wieder klar machen. Die Zeit und der Coronavirus zeigt uns, das nichts selbstverständlich ist. Es wird ein Danach geben! Und das wird sehr gut werden, daran glaub ich fest!

Was machst Du jetzt den lieben langen Tag?
Ich hab mir neue Ziele gesetzt. Ich lerne jetzt ein zweites Instrument, neben der Gitarre Klavier – und zwar mit meinen eigenen Songs!

Wie können Künstler in Krisen ihre Reichweite bei Social Media etc. sinnvoll nutzen?
Ich denke, die Wohnzimmerkonzerte sind da eine sehr angenehmen Variante. Aber natürlich geht das nur für einen bestimmten Zeitraum. Das nudelt sich für mich irgendwann ab. Bands und Musiker gehören in Clubs. LIVE ist wird immer am geilsten bleiben. Pornos gucken wird ja auch irgendwann langweilig (lacht) – du weißt, was ich meine…

Alexander Knappe

Foto: Alex Knappe

Ich habe bei einem meiner Wohnzimmerkonzerte meine Fans dazu aufgerufen zu spenden und zwar für das Kinderhospiz ,,Pusteblume“ in Burg (meine Heimat). Dabei sind sensationelle 2200 Euro  zusammen gekommen. Außerdem habe ich ein kleines Konzert vor dem Altenheim meines Opas gespielt. Das war unglaublich emotional! Die Menschen sind momentan sehr dankbar, auch für die kleinen Dinge. Die Zeit lässt uns momentan alle zusammenrücken.

Gibt es Dinge die Du schon immer mal machen wollten und für die jetzt Zeit bleibt?
Jonglieren lernen und 2-3 Zaubertricks.

Noch genügend Nudeln und Klopapier im Haus?
Ich kann nicht kochen. Ich bestelle. #einhochaufLIEFERANDO

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