Samstag, 22. Dezember 2018 21:44 Uhr

XMAS 3: Warum wir nichts mehr von R. Kelly hören

Es gibt vermutlich niemanden, der in den 90er Jahren nicht den R. Kelly-Hit „I believe I can fly“ mitsingen konnte – und auch andere Songs seines Debütalbums „12 Play“ aus dem Jahr 1993 waren sehr beliebt. Doch danach ist es musikalisch ziemlich ruhig um den selbsternannten „King of R&B“ (via MTV News) geworden.

 

Nachdem im Jahr 2000 bekannt wurde, dass der damals 27-jährige die damals 15-jährige Aaliyah im Jahr 1994 geheiratet haben soll, und er 2003 wegen sexueller Handlungen mit einer Minderjährigen verurteilt wurde, ging es für den Künstler bergab. Da konnte ihm auch nicht helfen, dass er mit 60 Millionen verkauften Platten sowie drei Grammys zu den erfolgreichsten R’n’B-Künstlern aller Zeiten zählt.

Auch die Gerüchte über seinen angeblichen „Sex-Kult“, bei dem er andere Frauen gezielt kontrolliert und in seine Abhängigkeit gebracht haben soll, halten sich hartnäckig – und sind nicht gerade karrierefördernd.

Alben gingen sang- und klanglos unter

Dies ist vermutlich auch der Grund, warum die Anzahl seiner Fans sowie seine Glaubwürdigkeit in den letzten Jahren stark gesunken sind – und man von seinem Album „The Buffet“ (2016) oder seinem Weihnachtsalbum „12 Nights of Christmas“ kaum etwas hörte.

Mit dem Aufkommen der „#Metoo“-Bewegung, wurden auch die Anschuldigungen gegen R. Kelly wieder ein aktuelles Thema und so wurde er, laut https://www.billboard.com, infolge der #MuteRKelly-Kampagne verärgerter Damen von dem Musik-Streaming-Dienst Spotify gestrichen. Dies stimmt laut Spotify aber nicht ganz, denn die Musik von R. Kelly wird noch angeboten, allerdings, so Spotify, nicht mehr vom Musik-Streaming-Dienst selbst beworben.

In dem 19-minütigen Song „I Admit“, der 2018 erschienen ist, versucht er sich zu erklären und die Vorwürfe aufzuräumen, was aber vermutlich ein Tropfen auf den heißen Stein ist, denn alle bisherigen Versuche neu durchzustarten – und an alte Erfolge anzuknüpfen – sind komplett gescheitert. Was vielleicht auch daran liegen mag, dass viele PR-Firmen sich wegen der noch bestehenden Vorwürfe weigern, mit ihm zusammenzuarbeiten.

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