Zaz: Frankreichs Megastar macht’s mit Til Lindemann: Die ganze Geschichte!

Paul VerhobenPaul Verhoben | 05.11.2021, 23:42 Uhr
Zaz: Frankreichs Megastar macht's mit Til Lindemann!
Zaz: Frankreichs Megastar macht's mit Til Lindemann!

© Zaz Official/Youtube

Die französische Multiplatin-Sängerin ZAZ hat das Musikvideo zu "Le Jardin des Larmes" veröffentlicht, der Überraschungskollaboration mit Till Lindemann von ihrem fünften Studioalbum "Isa", das vor knapp zwei Wochen erschien und direkt in die Top 10 der deutschen Albumcharts einstieg.

In ihrem YouTube-Tagebuch „Le Journal d’Isa“ dokumentiert Zaz (eigentlich Isabelle Geffroy) die Entstehung des neuen Songs mit einem der besten Rockpoeten Deutschlands.

Darum geht’s im Video mit Till Lindemann

Dort sagt sie über ihren Song „Le jardin des larmes“: „Es geht darin für mich auch um Inkarnation, es handelt vom ‚vergangenen Leben‘. Und es geht um Symbolik ­– darum, etwas nicht mehr länger zu nähren und endlich auch unsere Überzeugungen zu ändern. Zugleich ist da diese Sache, von der wir uns nicht lösen können, denn sie ist schlicht stärker als wir. Es ist ziemlich komplex für mich, in dem Song passiert eine Menge und ich bin selbst noch dabei, mir darauf einen Reim zu machen. Es ist sehr… es hat etwas Weibliches und Männliches.“

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Die 41-jährige Nouvelle-Chanson-Sängerin erzählt weiter: „Es gibt diese leidenschaftliche Liebe, mit der wir uns identifizieren können, die aber auch eine zerstörerische Seite hat, von der wir uns lossagen wollen, es aber nicht können, und so suchen und graben wir weiter. Nun, wie gesagt: ziemlich komplex. Aber gerade diese Intensität macht diesen Song für mich zu etwas Besonderem.“

Die Lyrics zu „Le Jardin des Larmes“ wurden von Till Lindemann geschrieben und dann ins Französische übertragen. Das Video wurde letzten Sommer in Usbekistan unter der Regie des deutschen Regisseurs Zoran Bihac gedreht.

Zaz und Lindemann lernten sich 2017 kennen

Zaz verrät über den Videodreh: „Ich tauchte mehr denn je in einen Prozess des Filmemachens ein, mit Kameraeinstellungen, die ich nie zuvor gemacht hatte. Er ist sehr charismatisch. Er ist ein sehr guter Schauspieler. Es war abgefahren, mit ihm zu arbeiten, denn es sind wirklich gute Leute, sein ganzes Team arbeitet unermüdlich – so sehr, dass wir kaum Schlaf bekamen, ich habe drei oder vier Tage nicht geschlafen und es war sehr intensiv und sehr ergiebig und sehr… es war eine unglaubliche Erfahrung.“

Die Sängerin lernte Till vor vier Jahren kennen, wie sie weiter erzählte. Der Grund: Beide haben dieselbe Make up-Künstlerin. „Und obwohl wir in der Folgezeit in diverse eigene, spannende Projekte verwickelt waren, haben wir es geschafft, diese unglaubliche Geschichte zum Leben zu erwecken und diesen großartigen Song in die Tat umzusetzen. All das ist dir zu verdanken, Till, der diese wundervolle Idee zu einem Duett hatte. Ich bin sehr stolz und sehr berührt von dieser besonderen Begegnung. Sie ist voller Poesie – Intensität in einem Mantel aus Sanftheit“

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Das ist Zaz

Nach einem rasanten Jahrzehnt mit ausverkauften Konzerten, Auszeichnungen und hochkarätigen Kooperationen (Quincy Jones, Charles Aznavour, Kelly Clarkson…) endete die letzte Welttournee von Zaz im Herbst 2019 in den Vereinigten Staaten. Es folgte eine stille Neuorientierung: „Ich bin verstandesmäßig tiefer eingetaucht. Es ist ein neuer Zyklus. Ich habe endlich Zugang zu meiner erwachsenen Seite gefunden“, sagt die Künstlerin. „Was ich in den letzten Jahren erlebt habe, war super bereichernd. Alles war neu. Ich habe sogar mein Zazimut-Festival nach Russland exportiert! Ich habe viel experimentiert, exzessiv geradezu. Das ist mein Wesen.“

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IMAGO / ITAR-TASS

Über ihr Album „Isa“ verrät sie weiter: „Irgendwann kam ich jedoch an einen Punkt, an dem ich mir wünschte, Zaz würde sterben. Zaz, die öffentliche Person, die Performerin, der Künstlername, hatte den ganzen Raum eingenommen und wenig Platz für ‚Isa‘ gelassen. Und da ich 10 Jahre damit verbracht hatte, Energie um mich herum und in die ganze Welt abzustrahlen, musste ich mich dieses Mal auf eine andere Reise begeben – eine, die dem inneren Selbst gewidmet war. Daher war es folgerichtig, dieses Album ‚Isa‘ zu nennen!“ (als Abkürzung für Isabelle, ihren bürgerlichen Namen).