16.12.2019 21:40 Uhr

Helly Luv: Darum lebt die „kurdische Shakira“ besonders gefährlich

Leeroy Klauhs

Was passiert wenn eine erfolgreiche Sängerin, Schauspielerin, Geschäftsfrau und Influencerin für Female Empowerment steht? In den USA oder bei uns Deutschland wird sie gefeiert…

Für die iranisch-kurdische Sängerin Helly Luv ist das leider mit viel Risiko verbunden. Doch die 31-Jährige scheint aber keine Angst zu kennen: Helly Luv, die die Kardashians zu ihren Fans zählen kann, machte 2014 mit ihren kontroversen Hochrisiko-Videos „Risk It All“ und „Revolution“ weltweit Schlagzeilen.

Helly Luv: Darum lebt die "kurdische Shakira" besonders gefährlich

Leeroy Klauhs

Die kurdische Shakira

Damals schrieb das Vice-Magazin in einem Artikel: „Helly Luv kickt den ISIS-Kämpfern mit Pop-Musik in den Arsch“. Die Dreharbeiten zu ersterem fanden – trotz eklatanter Sicherheitsbedenken – im kurdisch kontrollierten Nordirak statt, angeblich nur wenige Kilometer von ISIS-Stellungen entfernt.

Ein Panzer der Peschmerga-Kämpfer diente dabei nicht nur als Film-Requisit, sondern auch als Schutz vor etwaigen Angriffen.

Zahlreiche Morddrohungen

Der für die Region durchaus verwegene Tanz- und Kleidungsstil und ihre mit AK47s ausgestatteten Tänzerinnen bescherten ihr neben großer Popularität in der autonomen Region Kurdistan im Irak („the Kurdish Shakira“) auch zahlreiche Todesdrohungen islamistischer Gruppen.

2018 nahm sie mit dem aus dem Kosovo stammenden Sänger und Rapper Ardian Bujupi den Song „Guns & Roses“ auf, der mehr als zwölf Millionen YouTube-Views und neun Millionen Spotify-Streams verzeichnete.