Dienstag, 21. Mai 2019 16:48 Uhr

Noah Levi: Dieser Boy ist ganz schön unverschämt

Noah Levi nimmt sich ganz schön was raus. Die Freiheit unter der Flagge ‚Urban Pop’ auch Soul, Indie, Latin und Rap zu machen, zum Beispiel, und seine Songs in erster Linie für und über sich selbst zu schreiben. Noah hat mehr Erfahrung als die meisten in seinem Alter und seine erste Single „Down“ kommt mit einer charmanten Dosis Unverschämtheit, die man sich nicht kaufen kann.

Noah Levi: Dieser Boy ist ganz schön unverschämt

Foto: Vitali Gelwich

Noah ist jung und trotzdem ein Profi, der mit 14 seinen ersten Song veröffentlicht und heute 250.000 Follower auf Instagram hat. Aber Noah ist eben auch einer von diesen Zweihundertfünfzigtausend. Er ist mittendrin und manchmal genauso unsicher wie seine Fans.

Deswegen will er auch niemandem erzählen, wie es läuft: „Manche denken, ich hätte alles im Griff – und klar, keiner zeigt gerne Schwäche, besonders in Zeiten von Social Media. Aber mir geht’s wie allen, ich erlebe es jeden Tag selbst – ich schaue auf niemanden herab.“

Musik kann einsam machen

Vertont wird das mit Lyrics, die direkt auf den Punkt kommen. Mit „Down“ setzt Noah Levi direkt ein starkes Zeichen – Hier bin ich, so bin ich – „egal, ob es dir passt oder dich anpisst“. Seine Stärke nimmt Noah aus den Herausforderungen, die er mit seinem jungen Alter bereits meistern musste.

Schon seine Zeit in der Grundschule ist von Konzentrationsschwierigkeiten geprägt und bewegt die Mutter schließlich dazu nach Berlin zu ziehen, weil das Schulsystem dort zwei Jahre mehr Zeit zur Entwicklung der Schüler bietet.

Quelle: instagram.com

Trotzdem halten die Probleme an, bis Noah nach dem Umzug Musik als Ausgleich zum Schulstress entdeckt und Gitarrenunterricht nimmt. Schnell ist klar, dass er weit mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung gefunden hat – wenn er spielt und singt, kann er sich plötzlich stundenlang konzentrieren und erlebt das erste Mal das Gefühl, bei etwas richtig gut zu sein.

„Ich konnte auf einmal mein Innerstes ausdrücken und mich voll auf eine Sache einlassen. Anfangs habe ich mich an anderen Musikern orientiert, bis ich meinen eigenen Stil gefunden und bewusst ausgebaut habe. Später habe ich lange Straßenmusik gemacht und die Erfahrungen und das echte Feedback haben mich dazu gebracht, Musik als meinen Beruf zu verstehen.“

Quelle: instagram.com

Mehr noch: Für Noah ist Musik Selbstwert. „So wie Musik gibt, nimmt sie auch. Sie kann einsam machen. Dazu führen, dass man sich fremd fühlt. Alles hat eine Kehrseite. Musik hat mir aber auch beigebracht, mich selbst zu lieben.“ Diese selbstbewusste Seite von Noah repräsentiert die Single „Down“. Ein Song, der Haltung zeigt – verpackt in Latin, Rap und klare Worte: „Wenn ich down bin, hilf mir nicht auf. Ich mach’s genauso, wie es mir passt, wir werden seh’n, wer als Letzter lacht.“

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