Arafat Abou-Chaker äußert sich zum ersten Mal über Bushido-Doku

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 14.12.2021, 14:47 Uhr

IMAGO / Olaf Wagner

„Wartet doch ab, was das Gericht sagt“: Arafat Abou-Chaker äußerte sich in einem Livestream erstmals öffentlich zur Bushido-Doku und den darin gegen ihn erhobenen Vorwürfen.

Arafat Abou-Chaker (45) ist, neben Bushido (43) selbst, die zentrale Figur der Amazon-Doku „UNZENSIERT – Bushido’s ganze Wahrheit“. Selbst zu Wort kommt er darin aber nicht. In einem Livestream mit „Charles Banato“ sprach er nun öffentlich über die Anschuldigungen – und die Berichterstattung über seine Person. Dabei sparte er nicht mit Kritik.

„Sie wissen ganz genau, ich stehe vor Gericht“

Dass er in der Bushido-Doku selbst nicht interviewt wird, erklärt er wie folgt: „Die Doku wurde gedreht von 2018 bis 2020. Weißt du, wann ich angefragt wurde? 2021“, so der ehemalige Manager von Bushido. „Sie wissen ganz genau, ich stehe vor Gericht und kann eh nicht antworten. Deswegen kann ich auch kein Interview geben, ich kann gar nichts machen. Wenn ich irgendetwas machen wollte, dann mach ich das vor Gericht.“

Fundamentalkritik an den Medien

Abou-Chaker kritisierte auch die Medien für die einseitige Berichterstattung zu seiner Person. „Du brauchst nicht auf eine Verurteilung zu warten. Du bist schon verurteilt, weil dich die Gesellschaft schon verurteilt hat“, erklärte er – und nannte konkret den Axel-Springer-Verlag und „Spiegel TV“. „Ich will jetzt nicht sagen, ich bin ein Engel oder so. Aber wartet doch ab, was das Gericht sagt“.  In Richtung Bushido sagte er: „Wenn du eine Lüge immer wieder erzählst, immer wieder erzählst, immer wieder erzählst, dann glaubst du es irgendwann.“

Da waren sie noch Freunde: Arafat Abou-Chaker und Bushido 2010 auf der Filmpremiere von „Zeiten ändern dich“

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Ex-Geschäftspartner

Bushido und der vermeintliche Clan-Boss waren viele Jahre lang nicht nur enge Freunde, sondern auch Geschäftspartner. Unter anderem übernahm Abou-Chaker das Management für den Gangster-Rapper. 2018 folgte dann die (offensichtlich nicht wirklich einvernehmliche) Trennung. Seitdem nimmt Bushido – früher erklärter Feind der Polizei – Polizeischutz in Anspruch, gibt an, Angst vor Abou-Chaker zu haben. Das sei „verheuchelt“, so Abou-Chaker — der im Livestream auch anmerkte, wie es denn sein könne, dass Bushido Angst vor ihm habe, wenn er ihn in der Doku doch gezielt beleidige.