Bestseller-Autor Sebastian Fitzek plant Playlist zum neuen Buch

Sebastian Fitzek wollte eigentlich mal Schlagzeuger werden.
Sebastian Fitzek wollte eigentlich mal Schlagzeuger werden.

Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

30.07.2021 10:10 Uhr

Im Herbst erscheint Sebastian Fitzeks neuer Thriller - und diesmal experimentiert der Schriftsteller mit Musik. Wie er es mit Liedern beim Schreiben hält und mit selbstgebastelten Playlists.

Autor Sebastian Fitzek (49) experimentiert in seinem neuen Thriller mit Musik. Er mache keinen Hehl daraus, dass er immer probiere, doch noch einen Fuß ins Musikgeschäft zu setzen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Eigentlich habe er mal Schlagzeuger werden wollen – das habe nicht geklappt. „Und jetzt habe ich eben die Möglichkeit, Musik und Buch zu verbinden.“

Zu seinem neuen Buch „Playlist“, das am 27. Oktober erscheint, soll es eine eigene Playlist geben. Er habe sich die Frage gestellt: Was wäre, wenn das Leben eines verschwundenen Mädchens davon abhänge, dass man eine Playlist decodiere, die sie in Gefangenschaft zusammengestellt habe? „So entstand die Idee“, sagte Fitzek.

Darum geht’s in „Playlist“

Im Pressetext zu „Playlist“ heißt es: „Im Zentrum des neuen Psychothrillers steht die Urangst des Menschen, nicht mehr zwischen Wahn und Wirklichkeit unterscheiden zu können: Wie viel von dem, was wir im Leben sinnlich wahrnehmen ist real, wie viel davon nur Einbildung? Der Real-Fiction-Thriller macht diese Frage so erlebbar wie nie zuvor.“

Im Zentrum von „Playlist“ steht die 15-jährige Feline Jagow, die auf dem Weg zur Schule spurlos verschwindet. Von ihrer Mutter beauftragt, stößt Privatermittler Alexander Zorbach auf einen Musikdienst im Internet, über den Feline immer ihre Lieblingssongs hörte. Das Erstaunliche: Vor wenigen Tagen wurde die Playlist verändert. Sendet Feline mit der Auswahl der Songs einen versteckten Hinweis, wohin sie verschleppt wurde und wie sie gerettet werden kann?
In „Playlist“ gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit Alina Gregoriev und Alexander Zorbach aus den Augen-Thrillern, das Buch bringt auch das Böse zum Klingen.

Ein Kind der 80er Jahre

Fitzek hört selbst gerne Depeche Mode oder Prince – er sei ein Kind der 1980er. Zum Buchprojekt steuert unter anderem Rapper Kool Savas ein Lied bei. Ob Fitzek selbst gerne Playlists anlegt oder ihm das zu fummelig ist? „Es ist ein bisschen fummelig und ich bin technisch nicht der Allerversierteste. Aber ich habe es geschafft.“ Beim Schreiben mag Fitzek es dagegen ruhiger.

„Der leider viel zu früh verstorbene Andreas Franz hat mir mal auf der Buchmesse gesagt, er würde immer Soundtracks hören – Filmmusik beim Schreiben“, sagte Fitzek. Er habe das ausprobiert und sofort die Kopfhörer wieder abgesetzt. Er sei mit den Bildern, die im Kopf entstanden seien, nicht mehr hinterher gekommen. „Ich konnte gar nicht so schnell schreiben“, sagte Fitzek. „Also: Ich liebe Musik beim Nachdenken. Aber beim Schreiben – das geht leider nicht.“

(dpa/KT)