Briefe an den Nikolaus: Lass Corona verschwinden

dpadpa | 04.11.2021, 14:23 Uhr
Briefe an den Nikolaus: Lass Corona verschwinden
Briefe an den Nikolaus: Lass Corona verschwinden

Foto: IMAGO/ Panthermedia

Der größte Wunsch der Kinder: Sie wollen die Pandemie enden lassen. Viele schreiben dem Nikolaus, dass er sich bitte darum kümmern soll. Wenn es klappt, ist Corona an Weihnachten Geschichte.

Alle Jahre wieder, schreiben Kinder ihre Wünsche an den Nikolaus. In diesem Jahr stehen nicht Spielzeuge und Süßigkeiten ganz oben auf der Liste. Ein deutliches Zeichen, dass die Pandemie in den Kinderherzen härter gewütet hat, als schon befürchtet.

Kinder aus aller Welt

Auf den Wunschzetteln an das Nikolauspostamt in St. Nikolaus im Saarland stehe meistens ganz oben: „Dass Corona weggeht“, sagte Sabine Gerecke als Leiterin der Kinderbriefaktion im Festausschuss St. Nikolaus der Deutschen Presse-Agentur. Einen Monat vor der Eröffnung des Postamtes am 5. Dezember seien bereits mehr als 3500 Briefe an den Nikolaus eingegangen. „Das ist schon mehr Post als zum selben Zeitpunkt im letzten Jahr.“

Auf den Listen der Kinder finde sich auch sehr häufig der Wunsch nach einem iPhone – „und zwar in allen erdenklichen Schreibweisen“, sagte Gerecke lachend. Außerdem seien alle möglichen elektronischen Geräte gefragt. Und jüngere Kinder wünschten sich „ganz klassisch“ Puppen, Lego oder ferngesteuerte Autos.

Antwort kommt bestimmt

„Alle Kinder erhalten eine Antwort. Allerdings erst ab Dezember“, versprach Gerecke. Viele Briefe seien auch schon aus dem Ausland gekommen: besonders aus Taiwan, der Ukraine, Russland, Italien und Spanien. Zu Weihnachten 2020 hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter auf 29.845 Schreiben von Kindern aus insgesamt 45 Ländern geantwortet – so viele wie nie zuvor.

Seit mehr als 50 Jahren schreiben Kinder „An den Nikolaus“ in dem kleinen Ort in der Gemeinde Großrosseln nahe der französischen Grenze. Nach Angaben der Deutschen Post ist es das älteste Nikolauspostamt in Deutschland. Die Partnerschaft zwischen dem Festausschuss und der Post besteht seit 1967.

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Weihnachtsmann ist auch erreichbar

Auch der Weihnachtsmann reist am 11. November 2021 wieder nach Himmelpfort, um sich um die Wunschlisten der Kinder zu kümmern. Einzige Bedingung: Die Briefe müssen bis zum 3. Advent eingegangen sein. Angefangen hat diese Tradition 1984, als unabhängig voneinander zwei Kinder aus Berlin und Sachsen an den Weihnachtsmann nach Himmelpfort schrieben. Dass sie Antwort erhielten, löste dann eine jährliche Schreibwelle bei Kindern aus.

(dpa-infocom/KT )