Haftbefehl gegen den Tinder-Schwindler

Laura KrimmerLaura Krimmer | 24.04.2022, 21:00 Uhr
Haftbefehl gegen den Tinder-Swindler
Haftbefehl gegen den Tinder-Swindler

Netflix

Simon Leviev aka der Tindler Swindler muss vielleicht bald wieder in den Knast. Es liegt ein neuer Haftbefehl gegen den skurpellosen Betrüger vor.

Für den sogenannten Tinder-Swindler, auch bekannt als Simon Leviev, läuft es nicht gut. Der Betrüger, der durch eine Netflix-Show unwillentlich zum internationalen Star wurde, wird Spanien in Zukunft meiden.

In dem schönen europäischen Land liegt nämlich ein Haftbefehl gegen ihn vor. Warum eigentlich? Wegen Betrugs, natürlich.

Quelle: giphy.com

Falscher Führerschein im Jahr 2019

TMZ berichtet, dass die spanischen Behörden Simon Leviev derzeit auf ihrer Fahndungsliste haben und einen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt haben. Der unfreiwillige Netflix-Star soll sich 2019 mit einem gefälschten Reisepass ausgewiesen haben, als der 100 000 Dollar teure Maserati, den er gemietet hatte, an einem Strand stecken blieb. Der Name auf dem Ausweis war Michael Bilton.

Die Polizei ergriff damals keine Maßnahmen, weil sie nicht beweisen konnte, dass der gefälschte Führerschein nicht echt war. Der Maserati wurde lediglich abgeschleppt, und Simon Leviev und sein damaliges Date durften gehen. Es sollte eine Untersuchung durchgeführt werden, aber die spanische Polizei konnte Michael Bilton nicht erreichen – der Tinder Swinder hatte ihnen eine falsche Adresse in Costa del Sol gegeben. Als es an der Zeit war, dass Herrn Bilton auf eine an ihn gerichtete Vorladung antwortete, tauchte dieser nie auf.

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Erkannt durch Netflix-Film

Die Polizei dachte, das war’s. Doch dann veröffentlichte Netflix den Dokumentarfilm „The Tinder Swindler“! Die spanische Polizei erkannte den Mann von damals wieder. Sie erkannten, dass der Trottel, der 2019 mit einem gemieteten Maserati am Strand liegen blieb, der Tinder-Betrüger selbst war. Sofort wurde ein Haftbefehl gegen Simon Leviev erlassen. Der Vorwurf: Verwendung eines gefälschten Ausweises.

Von solchen alten Kamellen will Simon Leviev nichts wissen. Gegenüber TMZ erklärte er, dass er bereits 2019 eine Haftstrafe für die Verwendung eines gefälschten Ausweises verbüßt habe – er glaubt, dass er nicht zweimal für dasselbe Verbrechen verurteilt werden kann.

Langes Strafregister

Der Tinder-Betrüger ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Er hat bereits mehrere Straftaten begangen, und zwar überall auf der Welt.

  • 2011: Anklage in Israel wegen Diebstahls, Fälschung, Betrugs und Ausstellung falscher Schecks
  • 2012: Verhaftung in Israel wegen Diebstahls und Fälschung von Schecks
  • 2015: Verurteilung in Finnland wegen Betrugs an mehreren Frauen und Fälschung von Pässen
  • 2019: Verhaftung in Griechenland wegen Fälschung von Pässen

Derzeit wird er wegen verschiedener Betrugsdelikte in Norwegen, Schweden, dem Vereinigten Königreich und nun auch in Spanien gesucht.

Technisch gesehen gilt die Doppelbestrafung nicht, wenn man in verschiedenen Ländern mit einem gefälschten Ausweis erwischt wird. Das bedeutet, dass Simon Leviev durchaus mehrfach für dieselbe Straftat verurteilt werden kann. Man kann nur hoffen, dass dem rücksichtslose Betrüger endlich für immer dsa Handwerk gelegt wird.