Berchtesgadener AlpenJetzt hilft nur noch ein Wunder: Suche nach vermisstem Bergsteiger geht weiter

Der 24-Jährige war am Samstag (17.09.2022) bei Schneefall zu einer hochalpinen Tour aufgebrochen, war gestürzt und hatte die Rettungskräfte alarmiert.
Der 24-Jährige war am Samstag (17.09.2022) bei Schneefall zu einer hochalpinen Tour aufgebrochen, war gestürzt und hatte die Rettungskräfte alarmiert.

-/Bergwacht Ramsau/dpa

dpadpa | 21.09.2022, 12:03 Uhr

Die Sorge nach dem vermissten Bergsteiger in den Berchtesgadener Alpen wächst. Die Suche nach dem 24-Jährigen kann nach einer Verbesserungen der Wetterlage fortgesetzt werden, aber unter widrigen Bedingungen.

Die Suche nach einem verunglückten Bergsteiger aus Niedersachsen am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen geht weiter. Am Mittwoch stieg nach Wetterbesserung ein Hubschrauber mit mehreren Bergrettern auf, sagte Rudi Fendt von der Bergwacht. Die Bedingungen seien widrig, weil wieder Neuschnee gefallen sei. Der Schnee sei etwa anderthalb Meter hoch, es gebe keinen gesicherten Untergrund. Die Hoffnungen, den 24-Jährigen lebend zu finden, schwinden.

Wind und Lawinengefahr behindern die Suche

Der Mann war am Samstag bei einer Bergtour abgerutscht und hatte einen Notruf abgesetzt. Am Dienstag hatten Schneefall, starker Wind und Lawinengefahr es den Rettungsmannschaften unmöglich gemacht, nach ihm zu suchen. Für Donnerstag ist die Bergwacht optimistisch, die Suche fortsetzen zu können.

Die Bergwacht setzte auch eine sogenannte Recco-Boje ein, die Halbleiter in elektronischen Geräten wie dem Handy des 24-Jährigen orten könnte. Den letzten Kontakt mit dem Verunglückten hatten die Retter am Samstag, sein Notruf hatte einen Großeinsatz ausgelöst.