Katze auf dem Rücken: Der neuste Schrei aus Japan

Sophia VölkelSophia Völkel | 03.05.2022, 22:20 Uhr
Eine japanische Designerin stellt solche Katzen-Rucksäcke her
Keine Sorge, diese Katze ist nicht echt.

Foto: nekoseisaku_pico / Instagram

"Moment, ich muss mein Portmonee und meine Hausschlüssel mal eben kurz in meine Katze tun". So oder so ähnlich wird es wohl klingen, wenn man den neuesten japanischen Mode-Trend mitmacht: Katzen als Rucksäcke... Wie bitte?

Rucksäcke sind seit Jahren wieder Trend in der Mode-Welt. Auf der Straße sind tagtäglich die verschiedensten Modelle zu sehen. Ja, hübsch. Hmm, kann man schon machen. Oh, tolle Katze.

Ähm bitte was? Ja, wenn man momentan in Japan unterwegs ist, dann dürfte einem kurz bang ums Herz werden. Plötzlich läuft jemand vor einem, der eine gigantische große Katze auf seinen Rücken geschnallt hat.

Doch keine Sorge, die täuschend echt aussehenden Tiere auf dem Rücken der Japaner sind tatsächlich nur perfekt gemachte Plüschrucksäcke. Und nein, die sind auch nicht aus toten, ausgestopften Katzen hergestellt.




Wer steckt hinter dieser kuriosen Design-Idee?

Die handgenähten Taschen stammen von der  japanischen Hausfrau Miho Katsumi. Sie designt Katzen mit rosa Pfotenpolstern, riesigen glänzenden Augen und pelzigen Schwänzen als Rucksäcke. Katsumi hat dafür lebensechte Nachbildungen von persischen, Munchkin- und britischen Kurzhaarkatzen hergestellt. Die Taschen bestehen normalerweise aus Kunstpelz, das Katsumi laut ihrer offiziellen Website selbst färbt.

Kanso: Das steckt hinter der Einrichtungsmethode aus Japan

Die Herstellung des recht ungewöhnlichen Accessoires sei nicht so einfach, wie die Designerin selbst erklärt. Laut dem „Insider“ brauche sie eine Woche für den Entwurf einer Tasche und ein bis drei Monate, um sie zu endgültig fertig zu haben. „Es kann auch mal mehr Zeit in Anspruch nehmen, wenn man ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen möchte“, fügte Katsumi hinzu.

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So verrückt sind die Japaner nach den Katzen-Taschen

Und diese Ergebnisse sehen dann so aus: zahlreiche Japaner tragen lebensecht große Katzen mit starr drein blickenden Augen mit sich herum. Für einen stolzen Preis von 1000 Euro (!) kann man den Stubentiger als Tasche ergattern – und auch noch seine Sachen drin verstauen.

Fotos und Videos des seltsamen Trends sind inzwischen viral gegangen. Miho Katsumi stellte ihre Kreationen auf Twitter online und innerhalb kurzer Zeit gab es über 11.000 Retweets und 38.000 Likes. Eines der Fotos zeigt eine verblüffend echt aussehende Plüsch-Katze, die einen Spielzeugfisch umklammert; ein anderes zeigt, dass die tierische Tasche auch mit einem Reißverschluss versehen ist.

Wartezeit wegen zu viel Bestellungen

Inzwischen sind die Follower und Fans der Designerin ganz verrückt nach neuem Content der Rucksäcke. Bis heute hat die ehemalige einfache Hausfrau 70 Stücke verkauft. Bei umgerechnet 1000 Euro kann man sich also vorstellen, dass sie inzwischen ein gutes finanzielles Polster besitzt. Aber Cat-Lovers (was in diesem Zusammenhang wirklich eher makaber klingt) müssen warten: letztes Jahr erhielt die Japanerin so viele Bestellungen, dass sie bis auf Weiteres erst mal keine mehr annimmt.

Also wir finden das jetzt irgendwie nicht so schade.