Kickbox-Weltmeister von der Armee des Kriegsverbrechers Putin getötet

Tony PolandTony Poland | 29.03.2022, 18:00 Uhr
Maksym Kagal wurde 2014 Kickbox-Weltmeister
Maksym Kagal wurde 2014 Kickbox-Weltmeister

Foto: Oleg Skyrta/Facebook

Die Opfer des Putin-Krieges werden leider von Tag zu Tag mehr. Jetzt hat es einen sehr prominenten Sportler aus der Ukraine erwischt. Kampfsport-Legende Maksym Kagal bezahlte die Verteidigung von Mariupol mit seinem Leben.

Kreml-Tyrann Wladimir Putin (69) will die Ukraine in Schutt und Asche legen. Besonders Mariupol steht unter heftigem Beschuss. Um die Hafenstadt gegen die russische Invasion zu halten, meldete sich auch Maksym Kagal als freiwilliger Zivilist zum Kriegsdienst. Der 30-Jährige ist als Kickbox-Weltmeister durchaus erprobt im Kampf Mann gegen Mann.

Seine Erfahrungen im Boxring halfen dem Sportler allerdings nicht. Der Kämpfer kam in einem schweren Feuergefecht ums Leben. Sein Trainer bestätigte den tragischen Verlust seines jahrelangen Schützlings.

Maksym Kagal stirbt im Kampf für sein Heimatland

Er wollte seiner Heimat helfen, den Krieg zu gewinnen. Seine Tapferkeit und sein Stolz wurden Maksym Kagal von einer Sekunde auf die andere zum Verhängnis. Der einst beste Kickboxer der Welt verstarb am vergangenen Freitag im Kugelhagel der russischen Truppen.

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Maksym Kagal im Boxring
Maksym Kagal wird nie wieder im Ring stehen

Foto: UKRAINIAN WAR/Twitter

„Leider nimmt der Krieg die Besten. Am 25. März starb Maksym Kagal bei der Verteidigung der Stadt Mariupol als Mitglied der Asowschen Spezialeinheit“, erklärte Trainer Oleg Skirta in einem emotionalen Posting auf Facebook. „Schlaf gut, Bruder, ruhe in Frieden, wir werden dich rächen“, fügte er hinzu.

Der Übungsleiter beschrieb den Sportler als „den ersten Weltmeister unter den Erwachsenen im Team der Ukraine und einen ehrlichen und anständigen Menschen.“ Laut „The Sun“ wurde der talentierte Kickboxer aus Krementschuk 2014 als Mitglied des ISKA-Teams Weltmeister.




Starb Maksym Kagal durch eine Rakete?

Wie genau Maksym Kagal im Alter von nur 30 Jahren sein Leben verloren hat, ist unklar. Exakt am 25. März soll eine russische Rakete in einem Theater eingeschlagen haben, welches zu dem Zeitpunkt mit 1000 Ukrainern besetzt war. Kaum einer von ihnen überlebte den Angriff.

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Ob auch der Kampfsportler zum Zeitpunkt des Geschehens vor Ort war, ist nicht sicher. Aktuell wird Mariupol von 25 russischen Bombern komplett zerstört. Ein Großteil aller Gebäude sind beschädigt oder nur noch Staub und Asche.

Mariupol fast komplett zerstört

Gegenüber der „Daily Mail“ erklärte der örtliche Bürgermeister Vadym Boichenko den Ernst der Lage in Mariupol. Das erkannte auch Maksym Kagal, der sich todesmutig an die Front stürzte. Laut dem Stadtoberhaupt sei die Situation inwischen so schlimm, dass die Hafenstadt vollständig evakuiert werden müsse.

Mehr als 160.000 Zivilisten harren seit Tagen ohne Heizung und Strom eingeschlossen aus. Die Vorräte an Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten werden immer knapper. „Die Lage in der Stadt bleibt schwierig. Die Menschen befinden sich jenseits der Grenze zur humanitären Katastrophe“, sagte Boichenko.