Wo ist Klein-Amelia, das singende Mädchen aus dem Bunker, jetzt?

Tony PolandTony Poland | 09.03.2022, 22:26 Uhr
Amelia sang in einem Kiewer Luftschutzbunker „Let It Go“
Amelia sang in einem Kiewer Luftschutzbunker „Let It Go“

Foto: Facebook/Marta Smekhova

Ein junges Mädchen lässt den furchtbaren Krieg in der Ukraine für einen kurzen Moment vergessen. Die kleine Amelia brachte über Nacht mit ihrem Song „Let it go“ Millionen Herzen zum Schmelzen. Mitten aus einem ukrainischen Schutztraum. Jetzt hat sie es aus der Hölle rausgeschafft.

Es sind kleine Hoffnungsschimmer und der Glaube daran, dass sich die Lage in der Ukraine so schnell wie möglich beruhigt. Und es sind Geschichten von kleinen großen Helden, die in den schwersten Stunden ihres Lebens ihren Mut und ihr Lächeln nicht verlieren. Und das, was ihnen Freude macht.

Bei der kleinen Amelia steht offensichtlich singen ganz hoch im Kurs. Und wie! Die siebenjährige rührte einen gesamten Kiewer Luftschutzbunker mit ihrem Gesang zu Tränen. Und jetzt auch uns und das gesamte Netz. Und die beste Nachricht ist, dass der kleine Sonnenschein inzwischen in Sicherheit ist.

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Kleine Ukrainerin bringt das Netz zum Schmelzen

Seit Tagen suchen die Menschen in der Ukraine Schutz in Bunkern vor den russischen Angriffen. Dazu gehörte auch Amelia, die wie viele andere um ihr Leben fürchtete.  Aber das kleine Mädchen schickte uns jetzt ein Symbol der Hoffnung um die Welt.

Der offenbar riesige Disney-Fan sang nämlich in ebenso einem Unterschlupf den Titelsong des Films „Frozen“ auf Russisch. Zu „Let it go“ schien die Welt in diesem Bunker für einen kleinen Augenblick stillzustehen. In dem Kiewer Bunker versteckten sich Dutzende Menschen vor Putins Bomben, denen die Kleine jetzt ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

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Aufnahmen des Clips gingen viral und wurden bislang alleine auf Twitter millionenfach abgerufen. Sogar Kristen Anderson-Lopez (49), die Urheberin des Songs, war begeistert. „Liebes kleines Mädchen mit der schönen Stimme, Mein Mann und ich haben dieses Lied als Teil einer Geschichte über die Heilung einer leidenden Familie geschrieben. Die Art, wie du es singst, ist wie ein Zaubertrick, der das Licht in deinem Herzen verbreitet und jeden heilt, der es hört. Sing weiter! Wir hören zu!“, schrieb sie.

Amelias Traum: Einmal auf einer großen Bühne singen

Erstmals wurde das Video vor wenigen Tagen auf Facebook von Marta Smekhova mit der Erlaubnis ihrer Mutter hochgeladen. „Als ich in einem der Kiewer Luftschutzbunker sah, wie Kinder im Halbdunkel bunte Bilder malten, konnte ich natürlich nicht stillschweigend vorbeigehen“, erzählte sie der „Daily Mail“. Besonders Amelia habe sich als sehr freundlich und gesprächig gezeigt.

„Sie hat mir gesagt, dass sie neben dem Zeichnen auch gerne singt. Und sie flüsterte mir ihren Traum zu, dass sie einmal auf einer großen Bühne vor Publikum singen möchte. Also habe ich sie ermutigt.“ Zwar sei die kleine Künstlerin besorgt gewesen, da es ihr erster Auftritt sei und es zu laut sei.

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Unnötig zu erwähnen, dass die Sorgen unbegründet waren. Vom ersten Wort an herrschte völlige Stille, die junge Dame verzauberte den ganzen Bunker. Viele der Schutzsuchenden waren zu Tränen gerührt. Am Ende strahlte sie ganz verlegen über beide Ohren.

Amelia lebt jetzt bei ihrer Großmutter in Polen

Wie „Daily Mail“ weiterhin berichtet, ist Amelia inzwischen in Sicherheit. Die Kiewerin verbrachte angeblich sechs Tage unter der Erde. Nur mir ganz wenig Wasser und Nahrung. Vor wenigen Tagen schickten sie ihre Eltern und ihren 15-jährigen Bruder Mischa nach Polen. Dort ist das Geschwisterpärchen jetzt angekommen und lebt bei der Großmutter.

„Ich wusste schon immer, dass Amelia sehr talentiert und ein süßer Engel ist, und jetzt weiß die ganze Welt das auch. Aber es ist eine Tragödie, dass sie nur ein Star ist, weil es so viel Tod und Zerstörung gib“, sagte ihre Mutter Lilia gegenüber „The Sun“.

„Ich war so traurig, mich von meinen Kindern zu verabschieden, aber es war das Beste, was ich tun konnte, um sicherzustellen, dass sie in Sicherheit sind.“ Hoffen wir, dass alle Eltern ihre Kinder bald wieder in die Arme schließen können.