30.03.2020 12:34 Uhr

Angela Merkel wählt 112 – und die Feuerwehr legt einfach auf!

Foto: imago images / photothek

Klingt nach vorzeitigem Aprilscherz, ist aber tatsächlich wahr: Als am letzten Montag gegen 19.00 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bergen auf Rügen das Telefon klingelt und Gemeindewehrführer André Muswieck abnimmt, meldet sich am anderen Ende der Leitung eine Frauenstimme und stellt sich vor als Angela Merkel.

Muswieck lässt die Anruferin nach kurzer Schrecksekunde höflich aber bestimmt wissen, dass man hier auf Rügen für solche Späße im Moment keine Zeit hätte. Der Hauptbrandmeister glaubte an einen Scherz irgendeines Radiosenders, wollte nicht als “Lachnummer” enden und legte kurzerhand auf.

Zweiter Anruf erfolgreich

Wenig später meldete sich die Pressestelle des Kanzleramtes auf der Feuerwache, und erklärte, dass es sich bei der Anruferin nicht um einen Scherzkeks, sondern tatsächlich um die Kanzlerin gehandelt habe. Hintergrund des Anrufs: Angela Merkel wollte sich erkundigen, wie es den Feuerwehr-Kameraden in ihrem heimischen Wahlkreis Stralsund-Rügen gehe. Als er das hörte, wurde Hauptbrandmeister Muswieck ganz anders. Erleichterung trat dann erst wieder ein, als sich Angela Merkel kurz darauf noch einmal auf der Wache meldete.

Kanzlerin zollt Kameraden Respekt

Sie hatte aus der „Ostseezeitung“ erfahren, dass sich die Männer eine Woche zuvor nach einem negativen Corona-Test freiwillig im Gerätehaus der Feuerwehr einquartiert hatten, um jederzeit einsatzbereit zu sein – eine Aktion, der die Kanzlerin höchsten Respekt zollte. Dann folgte noch ein kurzes Quarantäne-Geplauder, denn auch die Kanzlerin befindet sich nach einem ersten negativen Test in freiwilliger Isolation.