Annemarie Carpendale sorgt mit Kostüm für Rassismus-Shitstorm

Annemarie Carpendale sorgt mit Kostüm für Rassismus-Shitstorm

IMAGO / Future Image

16.02.2021 17:23 Uhr

Eigentlich wollte Moderatorin Annemarie Carpendale nur ein Foto zum Rosenmontag posten und kassierte einen fetten Shitstorm. Denn sie war als amerikanische Ureinwohnerin verkleidet.

Gemeinsam mit ihrem Mann Wayne Carpendale und ihrem Sohn Mads hat Annemarie Carpendale sich zum Karneval, der in diesem Jahr wohl in den eigenen vier Wänden stattfindet, verkleidet. Ein Foto davon postet sie auf Instagram.

Ein Bild zum Rosenmontag

Doch mit einen Shitstorm scheint sie nicht gerechnet zu haben, sonst hätte sie sich vermutlich nicht ausgerechnet für dieses Kostüm entschieden. Ihr Mann Wayne war als Hippie verkleidet, Söhnchen Mads als Pirat und Annemarie mit einer dunklen Perücke und Kriegsbemalung als amerikanische Ureinwohnerin.

Viele Follower und Fans der Moderatorin sind entsetzt, schließlich sind das die traditionellen Merkmale vieler indigener Völker in Amerika. Annemarie kassierte einen heftigen Shitstorm, sodass sie das Bild kurze Zeit später wieder löschte.

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Heftiger Shitstorm

Ein Instagram-User schrieb zum Beispiel: „Wann hört das in Deutschland endlich auf? Die Native Americans sprechen seit Jahrzehnten davon, wie unfassbar respektlos diese Kostüme sind. Warum kann man es ihnen zuliebe nicht einfach unterlassen? Das sind keine Kostüme. Informiert euch doch endlich mal.“

Und ein anderer stimmt zu: „Andere Kulturen sind einfach kein Kostüm, es ist kulturelle Aneignung und rassistisch. Zieh das Kostüm aus, schmeiß es in die Tonne und höre den Stimmen Betroffener zu!“

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Das sagt Wayne dazu!

Annemarie selbst meldete sich danach nicht persönlich zu Wort, dafür ergriff ihr Mann Wayne Partei. Er schrieb: „Meine Lieben, ich danke euch für die Diskussion und beende sie nun hiermit, weil zum einem zu diesem Post jetzt alles gesagt scheint und ich zum anderen eine Diskussion, die ich ‚anzettle* auch mitführen will, aber so langsam auch mal ins Bett gehen möchte.“

Er erklärt weiter: „Ich habe heute Abend viel gelernt… von all dem positiven Feedback und auch von den Gegenmeinungen und dafür sind Diskussionen gut und wichtig. Leider schlägt das in den sozialen Medien allzu schnell in Hate um. Hass wird nicht durch Gegenhass ausradiert, sondern durch ein Miteinander. Und dafür werde ich auf dieser Seite nicht müde zu kämpfen.“

Das nächste Mal vielleicht das Karnevals-Kostüm eher überdenken und Hate vermeiden…

(TT)