04.04.2020 20:53 Uhr

Erkan und Stefan: So geht es den Spaßvögeln in der Quarantäne

imago images / Philippe Ruiz

Durch die Einschränkungen, die derzeit aufgrund des Coronavirus herrschen, dürfte den meisten Leuten die gute Laune wohl vergangen sein. Urlaubspläne mussten gestrichen werden und diejenigen, die nicht ins Home-Office verdonnert wurden, haben vielleicht sogar ihren Job verloren. Doch trotz allem gibt es noch zwei Spaßvögel, die ihre Anhängern auch während der Pandemie ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Das einst bekannteste deutsche Comedy-Duo Erkan und Stefan ist trotz der Krise wieder lustig unterwegs. Nach 12 Jahren Sendepause feierten sie vor einigen Monaten ihr Comeback.

Die krassen Gangster aus den 2000ern

John Friedmann und Florian Simbeck, die hinter den putzigen Namen stecken, wurden in den 90er Jahren als zwei deutsch-türkische Bühnen-Proleten zum Kult. Durch ihren künstlichen türkischen Akzent – vermischt mit englischen Slang und bayerischen Dialekt – haben sie in den 2000ern eine ganze Generation geprägt.

Gestylt in Trainingsanzügen, Handtuch und Kette waren sie in drei Kinofilmen zu sehen, moderierten eigene Sendungen und feierten ihre großen Erfolge sowohl auf den Kabarettbühnen als auch im Radio und TV.

Highlight der Karriere

Mit dem Kinofilm „Erkan und Stefan“ erreichten die beiden Comedystars den Höhepunkt ihrer Karriere und wurden eindeutig zu Lieblingen der Jugend. 2007 war ihr Erfolg jedoch gar nicht zu toppen. Um sich getrennt weiter zu entwickeln und anderen Plänen nachzugehen, gaben sie ihre Trennung bekannt.

Quelle: instagram.com

Doch letztes Jahr war es endlich wieder soweit. Die Trainingsanzüge wurden entstaubt, das Handtuch frisch gewaschen und die Goldkette hochpoliert. Erkan und Stefan sind wieder da und noch lustiger denn je.

Man könnte sich auch kein besseres Timing wünschen. Wer sonst könnte uns in der schwierigen Zeit spontan ein Lachen ins Gesicht zaubern? Eines ist ganz sicher. Die beiden Jungs haben ihren Humor nicht verloren. Aber wie geht es Erkan und Stefan in der Isolation wirklich?

Erkan isst noch mehr Döner als sonst

Hat die Corona-Krise das Leben von Erkan überhaupt verändert? „Drastisch Bruder. Drastisch. Ich esse jetzt noch mehr Döner. Ja. Mann. Ich werde immer dicker. Der Dönerladen ist noch der einzige, wo du Straßenverkauf machen kannst. Rein darfst du nicht mehr. Und vor Dönerladen kannst du dann deine „Homies“ wieder treffen.“, berichtet Erkan im Interview mit seinem Proleten-Akzent.

„Aber es gibt auch andere, krasse Einschränkungen in meinem Leben. Wie bei jedem. Das Internet ist langsamer geworden. Egal was du machst. Und Gaming ist voll arg Mann. Erkan und Stefan gamen jetzt auf YouTube. Aber es ist voll schwer, wenn der Router stockt.“

Quelle: instagram.com

Trotz des guten Humors muss sich auch Erkan noch gedulden, bis er wieder vor seinen Fans auftreten kann. Egal wie schwer es ihm auch fällt. „Ich vermisse Stefan. Weil seine Mama lässt ihn nicht mehr aus dem Haus. Zu gefährlich. Deswegen können wir zu Zeit nicht mehr auf die Bühne gehen. Erkan und Stefan Live geht zur Zeit nicht. Tue ich voll vermissen. Ich vermisse den Kontakt mit die Fans, Mann …“

Tour soll im Herbst beginnen

Doch bald können die Fans wieder tief aufatmen. Ab Herbst sind die beiden Jungs wieder live zu sehen. „So krass. Dann legen wir doppelkrass los. Ich schwöre. Doppelschwöre.“

Auch Stefan wurde von der Corona-Isolation nicht verschont. „Was mich halt nervt ist, dass jeder Hipster jetzt meint, dass er unbedingt jetzt online zocken muss. Hey Leute, nimmt Euch mal ein Buch. Ja? Nimmt euch ein Hobby. Tut was! Malen, malen nach Zahlen. Sucht Euch irgendwas aus. Geht mal auf den Balkon. Bisschen frische Luft aber lass das Netz bitte frei, weil ich will zocken. Ok?“

Mit oder ohne guter Laune sind sich Erkan Und Stefan jedoch einig. Ohne einander und ohne die Fans ist die Welt gar nicht so lustig. Auch wenn man es mit Humor nimmt. „Dann was ich halt vermissen tue, das ist natürlich der Erkan aber auch die Fans. Die Tournee. Wir hatten eine krasse Tour am Start gehabt. Wir wollten eigentlich noch ein paar Termine spielen vor dem Sommer. Es ist jetzt alles aufgeschoben aber wir haben uns die Termine aufgehoben.“

Aufforderung an die Fans

Doch wenn man die heutige Lage positiv betrachtet, sieht die Zukunft vielversprechen aus. „Das heißt falls das alles irgendwann vorüber ist, dann sehen wir uns im Herbst wieder. Vielleicht nicht alle aber die meisten doch. Oder? Also. bleib gesund, bleibt drin, bleibt krass !“

Das Interview führte Anna Karolina Heinrich.

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