23.03.2020 18:34 Uhr

Harald Glööckler: Quarantäne mit XXL-Vorratskeller

Fotos: AEDT/Starpress, Glööckler Privat/dpa

Mehr ist mehr. So lautet anscheinend nicht nur das modische Motto von Designer Harald Glööckler. Denn ein Blick in den randgefüllten Vorratskeller des 54-Jährigen zeigt: Bei Glööcklers kauft man gerne auf Vorrat.

Das hat allerdings nichts mit Hamsterkäufen der letzten Woche zu tun, betont Harald Glööckler, sondern mit Tradition: “Ich kenne das gar nicht anders aus meiner Kindheit“, sagte der in Maulbronn (Baden-Württemberg) geborene Paradiesvogel. „Bei meinen Eltern war der Keller auch immer voll.”

Harald Glööckler: Quarantäne mit XXL-Vorratskeller

picture alliance

Der Modeschöpfer hat sich wegen der Corona-Krise in selbstgewählte Isolation begeben. “Kein Personal, keine Besuche”, sagte er am Montag an seinem Wohnort im pfälzischen Kirchheim per Telefon der Deutschen Presse-Agentur. “Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Ich kann kochen, ich kann putzen, ich kann waschen – also: Kein Problem.”

Vorrat seit fünf Jahren konstant

Vor allen Dingen nicht, wenn man so gut vorbereitet ist. “Mein Vorrat ist bereits seit fünf Jahren vorhanden und wird immer wieder angepasst und aufgefüllt.” Er habe nicht erst einkaufen müssen, als die Krise kam. Glööckler im Glück: Hamsterkäufe? Ohne ihn. Er kann dank guter Vorbereitung aus dem Vollen schöpfen. Selbst in Sachen Hygieneartikel, wie der Designer der ‚Bild‘-Zeitung verriet: “Man erlebt ja viel Scheiße im Leben. Aber dass plötzlich Klopapier zum wichtigsten Bestandteil des täglichen Lebens wird, sprengt dann doch den Rahmen.“

Harald Glööckler: Quarantäne mit XXL-Vorratskeller

Foto: Glööckler Privat/dpa

Alle seien zurzeit in ihrem Handlungsraum eingeschränkt, betonte der Designer im Gespräch mit der dpa. „Ich hatte dieses Jahr zehn Vernissagen mit meinen Gemälden in Aussicht. Die sind erstmal auf Eis gelegt.“ Er sei aber kein Mensch, der gleich Trübsal blase. „Ich versuche, anderen Menschen Mut zu machen, so gut ich kann. Ich versuche, sie über Social Media aufzuheitern und gute Laune zu versprühen. Das ist ganz wichtig! Damit die Menschen nicht in Panik und Angst verfallen.“ (KT/dpa)