Sonntag, 8. Dezember 2019 12:25 Uhr

Kida Khodr Ramadan über seine Kindheit: „Ich war der einzige Araber“

imago images / Future Image

Kida Khodr Ramadan (43) ist im Libanon geboren, kam aber bereits als Kind in den 70er-Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland. Für den kleinen Kida war die Eingewöhnung in seiner neuen Heimat nicht immer einfach.

Gegenüber dem „DB“-Magazin erzählt der „4 Blocks“-Schauspieler, dass er in der Schule unfreiwillig zum Außenseiter wurde: „Alle anderen sind zum Beispiel auf Klassenfahrt gefahren, aber meine Eltern konnten sich das nicht leisten, und deshalb bin ich für diese Zeit jedes Mal in die Parallelklasse gekommen.“

Kida Ramadan gibt zu: „Es war oft schwierig für mich.“ Schon damals sagte er sich, dass auch bessere Zeiten kommen werden: „Als Kind war ich total darauf fixiert, mir zu sagen: „Es wird besser, die Türen gehen irgendwann auf, Kida, bleib dran, du kommst noch zum Lachen.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Kida Ramadan (@khodrkida) am Mär 25, 2019 um 9:54 PDT

Bei der Bundeswehr

Aber auch als junger Erwachsener musste er vorerst mit Ausgrenzung zurecht kommen. Ramadan schildert aus seiner Zeit bei der Bundeswehr: „Das war scheiße für mich. Ich war der Auffälligste im Stab. Alle waren blond, und ich war der einzige Araber.“

Es kam sogar so weit, dass es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung kam, wie sich der Schauspieler zurück erinnert: „Da haben mich einige immer wieder schikaniert. Einmal sind sie ohne Grund zu dritt oder zu viert auf mich los, als ich geschlafen habe, und haben mich verprügelt. Ich habe mich gewehrt, und einer von ihnen hat auch ordentlich was abbekommen, aber ich hatte keine Chance“, sagt Ramadan.

Diese Zeiten sind zum Glück vorbei…

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