23.02.2020 11:50 Uhr

Lena Meyer-Landrut macht sich Sorgen: „Auch ich bin Opfer“

imago images / Photopress Müller

Lena Meyer-Landrut bezeichnet sich als „Opfer“ der sozialen Netzwerke. Die Sängerin steht Instagram und Co. sehr kritisch gegenüber. Schließlich weiß sie nur zu gut, dass der schöne Schein oft trügt und hinter der äußeren Fassade eine dunkle Wahrheit lauert.

„Ich finde das sehr gefährlich, vor allen Dingen für die jüngere Generation“, erklärt sie. „Aber auch ich bin gefährdet und auch ich bin Opfer. Instagram kreiert eine Welt, die nicht erreichbar ist und die sich dann schwer mit dem echten Leben verbinden lässt.“

„Die Prioritäten werden wieder ins rechte Licht gerückt“

Was müsste sich also ändern? „Dass man nicht einheitlich aussehen muss, um akzeptiert zu sein, dass man nicht ein bestimmtes Gesicht haben muss, um schön zu sein, nicht einen bestimmten Beruf, um angesehen zu sein“, zählt die ESC-Siegerin von 2010 auf. „Den jungen Leuten sollte unbedingt vermittelt werden, dass es um das innere Glück geht und nicht um das Instagram-Glück.“

Allen Usern empfiehlt Lena daher, regelmäßig einen digitalen Detox einzulegen. „Anfang Januar habe ich zum Beispiel eine dreiwöchige Social-Media-Pause gemacht. Das tut sehr gut, die Prioritäten werden wieder ins rechte Licht gerückt“, schildert sie. Im Interview mit ‚Gala‘ spricht die 28-Jährige auch über die großen Herausforderungen, vor die junge Stars gestellt werden.

„Ich glaube generell nicht, dass Ruhm und in der Öffentlichkeit stehen an irgendjemandem spurlos vorbeigeht. Das ist einfach eine Extremsituation“, erklärt sie. Lena selbst habe sich damals „von allen Seiten Hilfe geholt und das tue ich auch immer noch.“

Das helfe ihr dabei, auf dem Boden zu bleiben und sich auf das Wesentliche zu besinnen. „Ich hatte schon Phasen, in denen es mir nicht gut ging, aber ich hatte immer ein gutes Netz, viel Rückhalt und Leute, die mich dauerhaft auf dem Boden halten“, zeigt sie sich dankbar.