08.06.2020 12:46 Uhr

Mel B: „Ich wurde von Kindern nach Hause gejagt!“

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Alltagsrassismus ist kein neues Problem. Das weiß auch Mel B (45). Das Ex-Spice Girl hat bereits in frühester Kindheit Erfahrungen mit Diskriminierung und Gewalt machen müssen.

Die Sängerin wurde in England geboren und hat eine britische Mutter sowie einen Vater, der aus dem Karibikstaat St. Kitts und Nevis stammt. Aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe wurde sie schon früh zum Opfer diskriminierender Äußerungen.

Quelle: instagram.com

Das N-Wort war Tagesordnung

„Mir war von einem sehr jungen Alter an bewusst, dass ich nicht viele Menschen mit meiner Hautfarbe sah“, berichtet die Musikerin gegenüber „Daily Star Online“.

„Aber erst als ich zur Schule ging, verstand ich, welchen Effekt meine Hautfarbe auf die anderen Kinder hatte. Plötzlich wurden mir all diese Namen nachgerufen, die ich nicht verstand wie ‘Indianer‘ und natürlich das N-Wort.“

Bei bloßen verbalen Anfeindungen sollte es nicht bleiben. „Ich wurde von Kindern nach Hause gejagt, die mir diese Namen an den Kopf warfen, also lernte ich, schnell zu rennen.

Quelle: instagram.com

Als ich älter war, gewann ich stets die Rennen am Sporttag in der Schule, weil ich schon in einem so frühen Alter gelernt habe, schnell zu laufen“, verrät Mel.

Auch während ihrer Karriere mit den Spice Girls wurde sie immer wieder aufgrund ihres Äußeren diskriminiert.

„Als wir das Video für ‚Wannabe‘ machten, hatten wir ein großes Styling-Team und eines der ersten Dinge, die sie zu mir sagten, war ‚Okay, wir müssen dein Haar glätten’“, erzählt sie.

Das machte die 45-Jährige jedoch nicht mit. „Ich weigerte mich strikt, weil meine Haare meine Identität sind und klar, sie unterschieden sich von denen der anderen Mädels.“

Und weiter: „Aber genau darum ging es bei den Spice Girls: unsere Unterschiede zu feiern“, schildert Mel gegenüber „Daily Star Online“. (Bang)