04.12.2020 20:00 Uhr

Michael Wendlers Schwester Bettina: „Das hat System, andere vorzuschicken“

Michael Wendler hat am Montag überraschenden Besuch von einem Gläubiger bekommen. Anstatt sich ihm persönlich zu stellen, schickte er seine 18-Jährige Tochter Adeline Norberg. Keine Seltenheit, sagen seine Schwester und sein Vater und die müssen es ja wissen.

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Der Hochzeitsplaner Timo Berger sollte die Las-Vegas-Hochzeit für Michael Wendler und seine blutjunge Frau Laura planen und ging dafür in Vorausleistung. Rund 30.000 Euro soll er für das Paar ausgelegt haben. Nun findet die Hochzeit aufgrund von Corona nicht statt und Berger sitzt auf den Kosten.

Er schickt Adeline vor

Diese wollte er sich nun am Montag zurückholen und klingelte kurzerhand am Haus von Wendler in Cape Coral. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete war der Sänger selbst nicht zu einem Gespräch bereit, sondern lugte lediglich ängstlich aus einem Türspalt hervor.

Stattdessen schickte er seine 18-Jährige Tochter Adeline vor, um die Sache zu regeln. Nichts Neues, sagt Michaels Schwester Bettina Skowronek.“Ich war erschrocken und peinlich berührt. Diese Geschichte ist mir bekannt, weil es System hat bzw. ein Schema ist, andere für sich sprechen zu lassen und andere vorzuschicken“, sagt sie zu RTL.

Michael Wendlers Schwester Bettina: "Das hat System andere vorzuschicken"

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Sie erinnert sich an ähnliche Situationen

Seine Schwester erinnert sich an ähnliche Situationen zurück und schildert:“ Es gab früher auch Konfliktsituationen, wo man ihn sprechen wollte und er sich im Haus hinter der Gardine versteckt hat. Er hat damals Claudia oder auch seinen Schwiegervater vorgeschickt und hat sich verleugnen lassen. Er wollte sich nicht mit seinen Problemen auseinandersetzen.“

Und weiter: „Als Außenstehender würde man sagen, er ist feige. Es ist aber auch verantwortungslos und lächerlich. Es ist lächerlich Adeline vorzuschicken, um die Situation zu checken. Und auch traurig. Mich macht wütend, dass Michael aus seinen Fehlern nicht gelernt hat und auch nicht aus den Dingen, die er mir zugemutet hat. Aber ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“

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Sie sorgt sich um Adeline

Bettina hat in erster Linie Sorge um Michaels Tochter Adeline: „Adeline tut mir nicht leid, sie ist in diesem System aufgewachsen und gehört zu den oberen 10.000!“

Sie hofft, dass Adeline nicht nur die Marionette von Michael ist und in Zukunft mehr hinterfragt: „Sie sollte gewisse Verträge, die sie unterschreibt, auch mal prüfen lassen und nicht denken, die Familie wird es schon richten. Ich habe früher auch alles für die Familie gemacht. Aber ich würde sie davor warnen. Sie sollte auf eigenen Füßen stehen, einen Schulabschluss und vielleicht auch in ein anderes Land gehen.“

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Auch sein Vater äußert Kritik

Manfred Weßels, Vater des Sängers, äußerte sich in seinem gerade erschienenen Buch „Die Wahrheit über meinen Sohn Michael Wendler“ über dessen geschäftlichen Umgang mit Familienmitgliedern.

In Bezug auf Tochter Adeline schrieb Weßels: „Für alle, die es nicht mitbekommen haben: Mein Enkelkind musste in Amerika ein Plattenlabel gründen. Damit mein moralisch zwielichtiger Sohn weitermachen kann wie bisher. Denn er und seine Frau dürfen ja keine Firma mehr führen. Ihre erste Produktionsfirma haben sie ja schon ruiniert. Nun ist halt die Tochter dran. Das ist eine absolute Frechheit, und da drücke ich mich sehr, sehr höflich aus.“

Und weiter: „Ihr Leben wird er aus meiner Erfahrung heraus leider garantiert auch noch zerstören. Wenn es demnächst eng wird, findet er sicher einen Weg, um sich kurz vorher abzusetzen und dann jemand anderes auszusaugen. Und Adeline bleibt, vor den Scherben ihres Lebens stehend, hilflos zurück. Gleiches Schicksal wird übrigens auch Laura ereilen, denn laut meines Wissens laufen ihre Geschäfte ebenso über diese Firma. Sie wird auch eines Tages böse aus ihrem Jung-Mädchen-Traum erwachen und muss dann der harten Realität ins Auge blicken. Ich bete jeden Tag, das ich mich irre.“

(TT)