Donnerstag, 30. Januar 2020 17:22 Uhr

Ozzy Osbourne: „Wahrscheinlich werde ich nicht mehr lange hier sein“

Ozzy Osbourne mit Tochter Kelly bei den Grammys. Foto: imago images / MediaPunch

Ozzy Osbourne macht momentan eine schwere Zeit durch. Zuerst seine Parkinson-Erkrankung und eine Verletzung, die er sich an Silvester zugezogen habe. In einem Interview mit seiner Frau Sharon erzählte er nun, wie schlecht es wirklich um ihn steht.

In einem Gespräch mit dem US-Frühstücks-Fernsehen ‚Good Morning America‘ gesteht der sichtlich geschwächte Ozzy Osbourne im Beisein seiner Frau Sharon, wie er mit seiner Krankheit umgeht. Der ehemalige „Black Sabbath“-Sänger scheint ständig um Luft zu ringen als er Moderatorin Robin Roberts erzählt: “ Es war unglaublich schwierig für uns. Ich habe meine letzte Show an Silvester im ‚The Forum‘ gegeben. Dann hatte ich einen schlimmen Sturz. Ich musste mich einer OP am Hals unterziehen, was meine ganzen Nerven zerstörte.“

Quelle: instagram.com

Dazu kam die Parkinson-Diagnose von vor einem Jahr. „Es ist PRKN 2“, sagte Sharon Osbourne (67), die neben ihrem Mann sitzt. „Es gibt so viele verschiedene Arten von Parkinson, es ist kein Todesurteil, aber es wirkt sich auf bestimmte Nerven im Körper aus. Und es ist, es ist so, dass du einmal einen tollen Tag hast, dann noch einen guten und dann einen ganz schlimmen“, gab die Frau von dem „Prinz der Dunkelheit“ zu. Bei PRKN 2 werden Gehirnzellen nach und nach abgebaut , die für Motorik und Sprache zuständig sind.

„Noch gehe ich nirgendwo hin“

„Ich habe eine Taubheit im rechten Arm von der Operation, meine Beine werden ständig kühl, weil sie die Nerven abgeschnitten haben. Ich habe noch nie von Nervenschmerzen gehört, aber es ist ein seltsames Gefühl.“ Dagegen nehme er PRKN-Medikamente und Nervenpillen. Im April wird das Paar einen Professor in der Schweiz aufsuchen der sich dann um sein Immunsystem kümmern soll. Dem gebürtigen Briten sieht man seine gesundheitlichen Schwierigkeiten an, denn er spricht mit rauchiger Stimme und nuschelt seine Aussagen häufig.

Doch ist bei Weitem nicht am Sterbebett: “ Ganz weit weg davon“, sagte der „Dreamer“-Interpret lachend. Fest überzeugt scheint der Rocker zu sein: „Noch gehe ich nirgendwo hin“.

„Ich halte mich nicht damit auf“

Seine Frau muss stark bleiben, wischt sich aber trotzdem die Tränen aus dem Gesicht. Die Hardrock-Legende, die seit 50 Jahren auf der Bühne steht, tut dies mit 71 Jahren auch immer noch gerne. „Das war die längste Zeit, die er zuhause verbracht hat“, meint seine berühmte Gattin. Aber das muss sich ändern: “ Es ist Zeit, dass er wieder auf Tour geht, weil er mich ganz verrückt macht“.

Im Interview mit dem Magazin „Kerrang!“ klingt das alles aber ein bisschen pessimistischer. Da sagte er: „Ich denke über den Tod nach, aber ich mache mir keine Sorgen darüber. In 15 Jahren werde ich nicht mehr hier sein, wahrscheinlich werde ich überhaupt nicht mehr lange hier sein. Aber ich halte mich damit nicht auf. Um ehrlich zu sein, hat mich der Tod viel mehr beschäftigt, als ich noch jünger war. Ich versuche jetzt, alles zu genießen. Auch wenn das oft verdammt hart ist.“

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