05.02.2020 13:34 Uhr

Sinéad O’Connor: „Es bestand wirklich die Gefahr, dass ich sterbe“

imago images / Pacific Press Agency

Sinéad O’Connor spricht über ihren psychischen Zusammenbruch. In einem emotionalen Video auf Facebook öffnete sich die ‚Nothing Compares 2 U‘-Interpretin vor drei Jahren bezüglich ihrer labilen mentalen Verfassung und schilderte sogar Selbstmordgedanken.

Damals erklärte sie: „Ich bin ganz alleine. Und da ist absolut niemand in meinem Leben, außer mein Arzt, mein Psychiater – der süßeste Mann auf Erden, der sagt, dass ich seine Heldin bin – und das ist auch schon das einzige verdammte Ding, das mich im Moment am Leben hält… und das ist ziemlich armselig.“

„Eine psychische Erkrankung ist wie Drogen“

In einem Interview in der ‘RTÉ One Talkshow’ sprach die Sängerin jetzt darüber, wie es damals zu dem Kollaps kam: „Es bestand wirklich die Gefahr, dass ich sterbe.“

Es habe mehrere Gründe gegeben, weshalb sie plötzlich psychisch labil geworden wäre, so O’Connor weiter: „Es gab eine Menge Mist in meinem Leben, der mich ein bisschen irre gemacht hat. Und zwar noch zusätzlich zu meiner radikalen Hysterektomie, die wohl jeden in den Wahnsinn getrieben hätte.“

Heute gehe es der Musikerin wieder so gut, dass sie in den nächsten Monaten sogar wieder auf Tour geht. In ihrem damaligen Video hatte sie noch erklärt: „Eine psychische Erkrankung ist wie Drogen, sie kümmert sich kein bisschen darum, wer du bist. Und was noch schlimmer ist, ist das Stigma, es schert sich nicht darum, wer du bist. Plötzlich behandeln dich die Menschen, die dich eigentlich lieben sollten und sich um dich kümmern sollten, wie Dreck.“