10.11.2020 12:48 Uhr

Steven Spielbergs Tochter: „Die Sexarbeit hat mir das Leben gerettet“

Steven Spielberg zählt zu den erfolgreichsten Filmemachern der Welt. Im Gegensatz zu ihm arbeitet seine Adoptivtochter Mikaela vor der Kamera. Allerdings als Porno-Darstellerin.

imago images / Starface

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Diese Redewendung trifft bei Steven Spielberg (73) und seiner Adoptivtochter Mikaela Spielberg (24) mal so gar nicht zu. Während der Regisseur seit Jahrzehnten einen Blockbuster nach dem anderen auf die Leinwand zaubert, ist seine Zweitjüngste als Pornostar tätig.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Mikaela (@mikaela.spielberg) am Feb 20, 2020 um 2:05 PST

Mikaela Spielberg war magersüchtig

Bereits als kleines Baby wurde die heute 24-Jährige von dem „Jurassic Park“-Macher und dessen Frau Kate Capshaw (67) aufgenommen und großgezogen. Dass Mikaela später einmal auf die schiefe Bahn gerät, hätte Spielberg damals weder gedacht noch gewollt. Dennoch hatte das Sorgenkind bereits während seiner Jugend mit Magersucht, Drogenproblemen und Borderline-Persönlichkeitsstörungen zu kämpfen. Das volle Programm also.

Der Job war ihr letzter Ausweg

Ihre gesundheitlichen und psychischen Erkrankungen scheint Mikaela Spielberg inzwischen im Griff zu haben. Ihren Job als Sexarbeiterin hingegen übt sie nach wie vor aus. Mit der US-Seite „Daily Beast“ hat sie zuletzt offen über ihre Karriere als Pornostar gesprochen, mit der sie Anfang 2020 begonnen hat. Kurze Zeit später wurde sie wegen häuslicher Gewalt sogar verhaftet. Die Tätigkeit habe ihr aber dabei geholfen, mit ihrer turbulenten Vergangenheit abzuschließen, wie Mikaela im Interview verraten hat.

„Ich genieße die Arbeit wirklich und es gibt mir eine ganz neue lebensbejahende Art zu sein. Ich hatte das Gefühl, wenn ich mit dieser Arbeit nicht angefangen hätte, die ich für mich selbst und für meine persönlichen Beziehungen tun musste, wäre ich innerhalb des nächsten Jahres gestorben“, erklärte die 24-Jährige.

Mikaela Spielberg kann davon leben

„Mein Herz war gebrochen und ich fühlte mich verwundbar. Damals habe ich meinen Kummer mit Alkohol ertränkt. Aber so bin ich heute nicht mehr“. Für einige mag es kaum nachvollziehbar klingen, aber durch das Verkaufen ihres Körpers hat Mikaela auch einige Vorteile, wie sie selbst findet. Gegenüber der „The Sun“ hat die Tochter des Regisseurs zuletzt erklärt, dass sie vor allem die finanzielle Unabhängigkeit von ihrem Elternhaus genieße.

Sie wollte Steven Spielberg nicht auf der Tasche liegen

„Ich hatte es satt, Tag für Tag etwas zu arbeiten, was meine Seele nicht befriedigte. Ich wollte weder von meinen Eltern noch vom Staat abhängig sein. Grundsätzlich ist das ja nicht verwerflich, aber für mich wäre es einfach unangenehm… Ich war es wirklich leid, nicht in der Lage zu sein, aus meinem Körper Kapital zu schlagen…“, schilderte die 24-Jährige.

Steven Spielberg's Tochter: "Die Sexarbeit hat mir das Leben gerettet"

Herr Spielberg und seine Gattin Kate. Foto: imago images / Matrix

Das sagen ihre Eltern zu ihrer Berufswahl

Mikaelas Eltern scheinen „fasziniert, aber nicht verärgert zu sein“, wie sie selbst behauptet hat. Immerhin hatte sie zu Steven und Kate bisher auch ein sehr offenes Verhältnis gepflegt. Aber: „Mein Körper, mein Leben, mein Einkommen, meine Wahl. Ich schulde keiner einzigen Person meine Autonomie oder Tugend, nur wegen eines Namens“, stellte die 24-Jährige gegenüber der „Sun“ klar. (JuC)