22.03.2020 15:07 Uhr

Zwangspause: Till Lindemann pfeift in Tschernobyl ein Liedchen

imago images / ITAR-TASS

Was macht eigentlich Till Lindemann, Frontmann der international erfolgreichen Herrenkapelle Rammstein? Der Musiker und Dichter trieb sich kurz vor dem Ausbruch der Corona-Krise hierzulande in Tschernobyl herum. Dort ist er sicher.

Auf Instagram teilte der 57-Jährige Fotos aus Prypjat, jener ukrainischen Geisterstadt, die durch den Bau des Kernkraftwerks Tschernobyl berühmt-berüchtigt und unmittelbar nach dem folgenschweren Reaktorunglücks am 26. April 1986 geräumt wurde. Vermutlich ist der Ort der Corona-freieste auf dem Planeten. Immerhin.

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#chernobyl #tschernobyl credit: @danny_uhlmann

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Große Tourpläne

Auf einem Video aus der letzten Woche ist außerdem zu sehen, wie Lindemann in Prypjat gelangweilt Karussell fährt und dabei ein Liedchen pfeift. Eine trügerische Gelassenheit, die von dem Maestro in seiner ihm eigenen provokativen Art ja doch nur gespielt sein dürfte. As time goes by… Warum das alles?

Herr Lindemann war gerade mit seinem Soloprojekt „F&M“ in der Ukraine auf Tour. Drei weitere Konzerte musste er mit seinem Projektpartner Peter Tägtgren in Russland absagen. Da lag ein Abstecher in die einstige Todeszone 100km von Kiew entfernt wohl nah.

In der Sperrzone in einem Radius von 30km rund um Pryjat soll rund 34 Jahre nach dem Gau die Strahlenbelastung nicht höher sein als bei einem Langstreckenflug oder beim Röntgen. Wenn man nur kurz dort ist.

Übrigens: Im Mai soll ja dann eigentlich die Europa-Tour von Rammstein fortgesetzt werden. Und im Oktober will er mit seiner „The Greatest Comedian Freakshow“, einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Zirkus Flic Flac in Berlin durchstarten. 21 Abende will er ab 28. Oktober im altehrwürdigen Admiralspalast bespielen. Weitere Termine sind bislang nicht bekannt.

Zwangspause: Till Lindemann pfeift in Tschernobyl ein Liedchen

Der Atomreaktor von Tschernobyl 2019. Foto: imago images / ZUMA Press