Neue Elbfähre verbindet Cuxhaven und Brunsbüttel

Das mit Flüssigerdgas (LNG) Fährschiff «Greenferry I» verkehrt seit dem 1. März zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel.
Das mit Flüssigerdgas (LNG) Fährschiff «Greenferry I» verkehrt seit dem 1. März zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel.

Sina Schuldt/dpa

03.03.2021 10:57 Uhr

Zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel liegen nur 32 Kilometer Luftlinie. Doch um von dem einen Ort zum anderen zu gelangen, müssen Ausflügler und Pendler die Elbe überqueren oder einen Umweg nehmen. Nach vier Jahren Pause gibt es nun wieder eine Fährverbindung.

Cuxhaven in Niedersachsen und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sind seit Montag (1. März) wieder über die Elbe verbunden sein. Die neue Elbfähre „Greenferry I“ legte erstmals regulär um 05.00 Uhr von Brunsbüttel ab.

Die 32 Kilometer lange Strecke nach Cuxhaven werde das Schiff in weniger als einer Stunde fahren, sagte der Geschäftsführer von Elbferry, Heinrich Ahlers. Das Schiff soll täglich bis in den Abend im Drei-Stunden-Takt rotieren: „Zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven gibt es jetzt nichts Trennendes mehr.“

Die letzten beiden Versuche einer Elbverbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel waren nach kurzer Zeit gescheitert, der vorerst letzte Fährbetrieb wurde 2017 eingestellt. Auch von 1999 bis 2001 pendelte eine Fähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel.

Ahlers rechnet dieses Mal mit einem Erfolg. „Wir haben ein größeres Schiff, es können mehr Lkw mitgenommen werden“, sagte er. Auf der 130 Meter langen, mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Fähre haben 150 Autos, 28 Lastwagen sowie 600 Personen Platz. Auch sei die Fähre schneller als die bisherigen. Auch Schwertransporter könnten mitgenommen werden. Es seien schon mehrere Verträge mit Spediteuren und Busunternehmen vereinbart worden. Der Lkw-Transport werde das Hauptgeschäft ausmachen.

In der Saison rechnet Ahlers zudem mit zahlreichen Touristen auf dem Schiff. Auch für Reisende Richtung Dänemark sei sie Fähre attraktiv. Als Gesellschafter von Elbferry sind die Reederei Strahlmann und die MTB New Energy aus Brunsbüttel mit an Bord.