„The Crown“: Verklagt die Royal Family jetzt Netflix?

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 16.11.2021, 22:25 Uhr

IMAGO / Cinema Publishers Collection / Alexx Bailey

Netflix und die Macher von „The Crown“ könnte demnächst Brief vom Anwalt der Queen bekommen — denn laut Berichten einer britische Zeitung wird der Royal Family eine Klage nahegelegt.

Die Netflix-Serie „The Crown“ sorgt seit langer Zeit für Schlagzeilen — bislang blieb eine Klage aus dem britischen Königshaus, die in der Serie thematisiert wird, aber aus. Das könnte sich jetzt ändern.

Details zur möglichen Klage

Wie die britische Zeitung „The Sun“ berichtet, legten Berater der Royal Family die Möglichkeit einer Klage gegen die Verantwortlichen nahe. Dem Königshaus nahestehende Personen hatten ebenfalls Rat bei Anwälten gesucht, nachdem sie sich in der Serie teils falsch repräsentiert fühlen sollen. Die renommierten Kanzleien Farrer & Co sowie Harbottle & Lewis hätten dem Umfeld nahegelegt, dass rechtliche Schritte durchaus eine Option seien. Diese rechtlichen Ratschläge — so die britische Zeitung — gelten auch für die Königsfamilie selbst.

Queen Elizabeth dürfte not amused sein.

IMAGO / Paul Marriott

Was die Queen dazu sagt?

Die Royal Family selbst habe mit der Sache allerdings nichts zu tun — weder die Queen Elizabeth II (97) noch andere Mitglieder des Königshauses haben sich aktiv an Anwälte gewandt. Sie seien aber über die Meinungen der Juristen informiert worden, so die Berichte.

Ob nun tatsächlich geklagt wird oder nicht: Erfreut dürfte das Königshaus über die kommende, fünfte Staffel der Erfolgsserie nicht sein. Die soll sich mit den 1990er-Jahren beschäftigen — unter anderem dem Jahr 1992, dem „Annus Horribilis“ der Queen. 1992 musste die Königin jede Menge Skandale in ihrer Familie miterleben — darunter die Trennung von Prinz Andrew und Sarah Ferguson und die Scheidung von Anne und Mark Phillips, das Skandalbuch „Diana: Ihre wahre Geschichte“. Das gravierendste in diesem Jahr war für die Royal Family aber die Ehekrise von Prinzessin Diana († 36) und Prinz Charles (73).

Skandal wegen Lady Di

Aber auch 1997 – das Todesjahr von Prinzessin Diana — soll thematisiert werden. Dafür wurde mit Jemima Khan (47) sogar eine enge Vertraute von Diana als Beraterin engagiert. Allerdings schmiss Khan diesen Job wieder hin – und behauptete, die Serie würde respektlos mit Diana und ihrem tragischen Fall umgehen.

„Als mir klar wurde, dass diese spezielle Geschichte nicht unbedingt so respektvoll oder mitfühlend erzählt werden würde, wie ich es mir erhofft hatte, bat ich darum, dass alle meine Beiträge aus der Serie entfernt werden, und dass ich nicht in den Credits auftauche“. Für viele stehen nun Harry (37) und Meghan (40) unter Zugzwang — denn die haben ja gerade einen Netflix-Deal unterschrieben.