ZwischenfallVideo: Wachmann bricht vor dem Sarg der Queen zusammen

Sarg von Elizabeth
Sarg von Elizabeth

IMAGO / UPI Photo

dpadpa | 15.09.2022, 08:27 Uhr

Stundenlanges Stehen gehört zur Arbeit der berühmten Wachmänner in London - derzeit haben sie ein besonders straffes Programm. Während einer BBC-Live-Übertragung ist nun einer von ihnen vornüber gefallen.

Ein Wachmann ist am Sarg von Queen Elizabeth II. in der Londoner Westminster Hall zusammengebrochen. Er hatte in der Nacht zu Donnerstag vor dem Sarg auf einem kleinen Podest gestanden, wie in einer Live-Übertragung des öffentlich-rechtlichen Senders BBC zu sehen war.

Während eines Wachwechsels fiel der Wachmann dann vornüber und prallte mit dem Gesicht auf den Boden. In der sonst sehr stillen Westminster Hall, in der der Sarg der Queen aufgebahrt steht, war der Aufprall deutlich zu hören. Bereits zuvor war der Wachmann mehrfach ins Schwanken geraten und einmal vom Podest gestolpert.

Livestream wechselte schnell Einstellung

Umstehende Wachen eilten dem Gestürzten zu Hilfe und drehten ihn auf den Rücken. Mehrere wartende Menschen, die von der Queen Abschied nehmen wollten, schlugen erschrocken die Hände vor dem Gesicht zusammen. Der Livestream wechselte daraufhin zu einer Außenansicht.



Über den Gesundheitszustand des Wachmanns war zunächst nichts bekannt. Die traditionellen Wachmänner in Großbritannien müssen bei ihrer Arbeit oft stundenlang stehen. Bereits in der Vergangenheit gab es deshalb ähnliche Vorfälle wegen Kreislaufproblemen.

Queen ist noch bis Montag in Westminster Hall aufgebahrt

Trauergäste können in Westminster Hall noch bis Montag (19. September) Abschied von ihrer Königin nehmen. Die Türen sind rund um die Uhr geöffnet und werden am 19. September, dem Tag ihrer Beerdigung, um 6:30 Uhr morgens britischer Zeit schließen.

Die Besucher müssen sich jedoch auf eine lange Wartezeit einstellen. Experten von „The Times“ schätzen, dass die Schlangen bis zu acht Kilometer reichen könnten und 20 Stunden Anstellzeit eingeplant werden sollten. 750.000 Menschen werden demnach erwartet. In den rund viereinhalb Tagen können die Besucher nahe am geschlossenen Sarg der Queen vorbeilaufen und ihr die letzte Ehre erweisen. Bewacht wird der Leichnam der verstorbenen Königin von Einheiten ihrer Leibgarde.

(Dpa/Spot On News)