Mittwoch, 4. Dezember 2019 22:36 Uhr

Ian Somerhalder im Interview über seine neue Serie „V Wars“

imago images / Future Image

Ian Somerhalder wird wieder in das Vampir-Universum eintauchen. Er ist Hauptdarsteller der blutrünstigen Drama-Serie „V Wars“, die ab dem 05. Dezember auf dem Streaming-Riesen Netflix ausgestrahlt wird.

In der zehnteiligen Serie, die eine Adaption der gleichnamigen Romanreihe ist, dreht sich alles um einen mysteriösen Virus, der Menschen in blutrünstige Raubtiere verwandelt. Ian Somerhalder, der acht Jahre lang in der Vampir-Serie „The Vampire Diaries“ zu sehen war, spielt die Hauptrolle. Er verkörpert den Arzt Luther Swann, der sein Leben der Erforschung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten gewidmet hat. Nachdem sein bester Freund Michael Fayne (Adrian Holmes) dem Virus zum Opfer fällt und zum Anführer der Vampire wird, steht Swann vor einem großen Rätsel…

Ian Somerhalder im Interview über seine neue Serie "V Wars"

Netflix

klatsch-tratsch.de trifft Ian Somerhalder zum Interview in New York, um mit ihm über die Serie zu sprechen, in der er nicht nur als Schauspieler vor der Kamera stand, sondern als Produzent und sogar als Regisseur agierte. Im Gespräch verrät der 41-Jährige, wieso er so erschöpft von den Dreharbeiten war, dass er sogar im Krankenhaus landete und woher die Faszination für Vampiren kommt.

Wie würden Sie „V Wars“ beschreiben?
„V Wars“ ist kein Film, der ein Anfang, eine Mitte und ein Ende hat. Diese Geschichte sollte sich über eine lange Zeit hinziehen. Eine Serie, in der wir uns zusammen entwickeln und mit den Charakteren gemeinsam wachsen.

Hat sie eine soziale Relevanz?
Diese Serie handelt von Themen, mit denen wir uns aktuell beschäftigen. Eine Krankheit, die sich rasend schnell verbreitet. Doktor Luther Swann, den ich in „V Wars“ verkörpere, verbringt sein Leben damit, sich mit Infektionskrankheiten zu befassen, in der Hoffnung, die Menschheit vor allem Schlechten zu retten. Bakterien, Viren, Krankheitserreger, die seit Jahrtausenden, möglicherweise seit Millionen von Jahren sicher im Eis eingeschlossen waren, kommen nun an die Oberfläche. Und genau das passiert gerade nicht nur in unserer Story, sondern in unserer realen Umwelt. Aufgrund der starken Wetterveränderungen schmilzt das Eis – und wer weiß, was sich darunter befindet.

Glauben Sie, dass die Zuschauer diese Serie lieben werden?
Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es (grinst). Wir haben so viel Zeit, Energie und Geld investiert, um diese Welt zu erschaffen. Allein der Gedanke, dass ich hier mit Ihnen sitzen und darüber sprechen kann, bedeutet, dass wir unsere Arbeit gut gemacht haben. Wir sind endlich angekommen. Die letzten 15 Monate, in denen wir so hart gearbeitet haben, dass wir krank wurden. Die Zeit, die wir nicht mit unseren Familien verbringen konnten, hat sich endlich ausgezahlt. Wir sind jetzt im Endspurt angekommen.

Was haben Sie durch „V Wars“ gelernt?
Extrem viel. Alles was ich bei „Vampire Diaries“ gelernt habe, konnte ich in dieser Serie anwenden. Nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Produzent und Regisseur. Das Lustige ist, dass mein Produktions-Partner und ich alles gemeinsam machen (lacht). Wir gehen überall zusammen hin, weil wir noch so viel zu erledigen haben, bis die Serie starten kann. Wir geben alles.

Ian Somerhalder im Interview über seine neue Serie "V Wars"

Netflix

Apropos krank werden. Sie sind ja sogar im Krankenhaus gelandet.
Richtig. Manchmal versucht man alles zu geben, ohne darauf zu achten, dass es Konsequenzen haben kann. Mein Körper hat mir klar zu verstehen gegeben, dass er eine Pause braucht. Darauf folgte ein Besuch in der Notaufnahme, Infusionen und Ruhe – und schon konnte ich wieder nach Hause gehen (lacht). Ich habe gelernt, wie viel Zeit und Energie es braucht, etwas zu produzieren, an dem dein Herz hängt. Aber ich nehme das in Kauf, denn schließlich möchte ich nicht an etwas arbeiten, was mir nichts bedeutet.

Was können wir noch von „V Wars“ erwarten?
Die Zuschauer werden sehen, was passiert, wenn Menschen zu Nahrung werden. Wenn sich die Hälfte einer Familie in Vampire verwandelt und die andere Hälfte nicht. Wir sehen, wie Familien auseinander gerissen werden – quasi das gleiche, was heute mit vielen Familien in unserer Welt passiert, die von unserer eigenen Gesellschaft auseinander gerissen werden. Den Anfang eines Völkerkriegs… Was passiert, wenn kommerzielle Fluggesellschaften nicht mehr existieren können? Was passiert mit der Wirtschaft? Was passiert, wenn Telekommunikations-Unternehmen nicht mehr funktionieren? Was passiert mit der Hypothekenkrise? Das alles sind Dinge, die wir selbst so noch nie erlebt haben. Aber was passiert, wenn sie wirklich eintreten sollten? Wie können wir das beheben?

Ian Somerhalder im Interview über seine neue Serie "V Wars"

Netflix

Wieso glauben Sie, sind die Leute von Vampiren so fasziniert?
Vampire gibt es schon immer und sie spielten auch immer eine Rolle in unserem Leben. Wenn man sich die Vampire vor 20 Jahren ansieht, sie waren furchterregend und schrecklich und man wollte um nichts in der Welt von so einem Biest gebissen werden. Aber jetzt sind sie sexy, sie haben tolle blaue Augen und schöne Haare (lacht). Die Mädels wollen gebissen werden und den mysteriösen Freund haben, den alle anderen bewundern.

Wie würden Sie Vampire beschreiben?
Sie sind eigentlich nur eine übertriebene Erweiterung von uns Menschen, die die Realität einfach ein bisschen verdreht haben. (überlegt) Ich glaube „Twilight“ war es, das die Weichen für eine neue Vampir-Generation gestellt hat.

Wie oft wurden Sie von Fans gefragt, ob Sie sie beißen können, als sie mit „The Vampir Diaries“ am Start waren?
Oft! Zu viele, um sie zu zählen. Doch das konnte ich natürlich nicht machen, sonst hätte ich sicherlich enorme Probleme mit dem Gesetz bekommen (lacht).

Das ewige Leben! Wäre es für Sie ein Albtraum oder ein Segen?
Oh Gott, ich glaube es wäre ein Albtraum. Obwohl ich einen großen Teil meines Lebens mit Vampiren verbracht habe, verstehe ich nicht, warum sie nicht leben so lange sie leben wollen und wenn sie keine Lust mehr haben weiterzuleben, sich einen Holzpflock ins Herz hauen, um ihr Leben zu beenden. Ich glaube, ich würde das so machen (lacht). Aber um ehrlich zu sein, habe ich lange aufgehört zu versuchen, Vampire zu verstehen. Ob wissenschaftlich oder die Mythologie, wir müssen sie einfach symbolisch akzeptieren, wie sie sind.

Interview: Rachel Kasuch

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