„Lupin“: Der König der Diebe bleibt der Netflix-Hit!

"Lupin": Der König der Diebe bleibt der Netflix-Hit!

© Emmanuel Guimier/Netflix

24.01.2021 22:00 Uhr

Netflix veröffentlicht seit knapp einem Jahr - immer wieder aktualisiert - die Top 10 der meistgesehenen Filme auf der beliebten Streming-Plattform. Zwischen Platz 1 und 2 wechselt derzeit die französische Actionserie "Lupin".

Eine der angesagtesten Serien im Netflix-Reich ist derzeit die französische Action-Produktion „Lupin“. Darin geht es um den Meisterdieb Assane Diop.

Staffel 1 hat fünf Kapitel und endet mit einem saftigen Cliffhanger, der schon sehr deutlich auf Staffel 2 hinweist.

"Lupin": Der König der Diebe bleibt der Netflix-Hit!

© Emmanuel Guimier/Netflix

Darum geht’s

Meisterdieb Assane Diop (Omar Sy, 43, Ziemlich beste Freunde, Plötzlich Papa) hat einen Scheinberuf. Er arbeitet als Putzkraft im Louvre – wo auch sonst? Das leuchtet sofort ein, wenn jemand eine unstillbare Sehnsucht nach Klunkern, wahrer Schönheit und anderen Preziosen hat. Seine Kumpels sind auch dem dem Klau-Gewerbe und gemeinsam baldowern sie einen bescheuerten Plan aus. Das Geschmeide von Königin Marie Antoinette soll es sein, wenn schon, denn schon. Dieses Kulturgut der Franzosen soll versteigert werden und muss zu dem Zweck hergezeigt werden. Gesagt, getan?

Nein, so direkt wird in „Lupin“ nicht erzählt. Es geht sehr französisch zu und das ist Balsam für stressgeplagte Serien-Fans.

"Lupin": Der König der Diebe bleibt der Netflix-Hit!

© Emmanuel Guimier/Netflix

Wer ist eigentlich der titelgebende Lupin?

Der Held dieser Serie ist Assane Diop, die Serie heißt aber „Lupin“. Jeder Franzose weiss, wer dieser Lupin war, aber wir sind uns fast sicher, dass in unseren Leserkreisen nicht jeder die französische Staatsbürgerschaft hat.

Die liebevoll ausgestattete Serie hat nämlich eine Romanvorlage. Denn der französische Schriftsteller Maurice Leblanc (1864-1941) hat den Charakter Arsène Lupin erschaffen. Um es kurz zu umreißen: Lupin ist der König der Diebe und lässt seine Verfolger regelmäßig alt aussehen. Seine Diebereien sind Coups und die Ausführungen sind stets elegant wie eloquent. Unser Held in der Netflix-Serie ist ein Riesen-Fan von Lupin. Assane lässt sich von Lupin leiten und inspirieren.

Ein Graf-von-Monte-Christo-Motiv ist auch dabei

Rache – das ist ein starkes Motiv für eine Straftat und um Rachegelüste mit all ihren berechtigten und hässlichen Auswirkungen geht es eigentlich in Lupin. Assane ist davon getrieben, aber alles beginnt mit dem Collier, das auf der Versteigerung geklaut wird. Wir wollen nicht spoilern, denn das Schönste ist doch beim Geschichten erzählt bekommen, dass nicht alles ausgeplaudert wird.

Hubert Pellegrini (Schauspiel-Urgestein Hervé Pierre, 65, Lebewohl, meine Königin, Der Husar auf dem Dach) ist der charismatische Gegner von Assane. Pellegrini ist ein Mörder, französische Hochkultur hin oder her und Assane hat seinetwegen herbe Verluste in seiner Familie erlitten. Autsch – das schmerzt und ist ein echter Dauerbrenner.

"Lupin": Der König der Diebe bleibt der Netflix-Hit!

Jede Folge ist in Kapitel eingeteilt

„Lupin“ ist in Kapiteln unterteilt, Staffel 1 hat 5 Kapitel. Klar, das klingt erst mal etwas gestelzt, aber erstens ist die Vorlage für diese spannende Fangt-den-Dieb-Action-Serie nun mal ein Roman und zweitens machen die Franzosen als großes Kulturvolk eben ihr eigenes Ding.

Die 5 Folgen in Staffel 1 dauern je ca. 45 Min. – sind also gut geeignet für den Bilder-Hunger zwischendurch.

"Lupin": Der König der Diebe bleibt der Netflix-Hit!

© Emmanuel Guimier/Netflix

Wie geht es weiter?

Gibt es eine 2. Staffel? Deutliche Antwort von Netflix: Ja, Staffel 2 ist im Kasten, aber einen Starttermin gibt es noch nicht. Wer gern die eckig gesehenen Augen bei einem Buch entspannt, dem empfehlen wir, in einem der 20 Fortsetzungsromane von Maurice Leblanc zu schmökern.

Fazit: Kriminelle mit Herz treten an gegen einen Super-Schurken. Sehr charmant und sehr französisch! (Kinotante Katrin)

"Lupin": Der König der Diebe bleibt der Netflix-Hit!

© Emmanuel Guimier/Netflix