31.07.2020 19:08 Uhr

Serie „Sløborn“: Wotan Wilke Möhring über Verschwörungstheorien

In der Corona-Krise haben Verschwörungstheorien Konjunktur. Schauspieler Wotan Wilke Möhring erklärt, woran das liegen könnte.

Foto: ZDF/Krzysztof Wiktor

TV- und Kino-Schauspieler Wotan Wilke Möhring hat eine Erklärung für den Hang mancher Menschen zu Verschwörungstheorien. „Angst ist der stärkste Motor, und Angst ist das, auf das wir zurückgreifen, wenn wir nicht weiterwissen“, sagte er im „ZDF-Morgenmagazin“.

Der Angst entgegenstellen

Und weiter erklärte der 53-Jährige: „Die Vernunft muss sich aber der Angst entgegenstellen. Und das ist bei manchen das Problem: dass sie sich einfach fallen lassen in diese Angst und den einfachen Weg versuchen zu gehen.“

Serie "Sløborn": Wotan Wilke Möhring über Verschwörungstheorien

Foto: ZDF/Krzysztof Wiktor

Möhring sprach in diesem Zusammenhang auch über die achtteilige Katastrophen-Serie „Sløborn“, in der er mitspielt und die wenige Monate vor Ausbruch der Corona-Krise gedreht wurde. „Sløborn“ sei zum Teil der Realität erschreckend nahe, man solle aber nicht vergessen, dass sie sehr viele fiktive Elemente enthalte.

ZDFneo strahlte den Achtteiler über ein fiktives tödliches Virus auf einer Nordseeinsel vorige Woche aus, die Miniserie ist in der Mediathek abrufbar.

Darum geht’s

Die Drama- und Katastrophenserie verfolgt das Schicksal der Bewohner der Nordseeinsel Sløborn, die von einem Tag auf den anderen vor dem Niedergang ihres bisherigen Lebens stehen.

Zuletzt hatte die WHO im vergangenen Herbst vor einer weltweiten, verheerenden Pandemie und ihren Folgen gewarnt. Da war die Idee zu der Serie „Sløborn“ schon lange geboren. Die Serie ist seit über zwei Jahren in der Entwicklung, der Dreh selbst fand von September bis November 2019 unter anderem auf der Nordsee-Insel Norderney und in dem polnischen Badeort Sopot statt.

Serie "Sløborn": Wotan Wilke Möhring über Verschwörungstheorien

Foto: ZDF/Stefan Erhard

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Postproduktion in Pandemiezeiten

Die Postproduktion wurde dann, zuletzt unter erschwerten Corona-Bedingungen, von Dezember bis Ende Mai 2020 durchgeführt. In dieser Zeit machten alle Beteiligten an dieser Produktion die erschreckende, aber auch aufregende Erfahrung, dass eine Serienproduktion auf dramatische Weise sehr real wurde.

Eine fiktive Grippe

Doch Vorsicht, „Sløborn“ erzählt nicht von Corona. Die fiktive weltweit grassierende Taubengrippe, die innerhalb von acht Tagen das Leben auf der beschaulichen Insel „Sløborn“ in einen Alptraum verwandelt, ist anders, auch letaler als der Virus, der seit einigen Monaten unser Leben bestimmt…

© dpa-infocom, dpa:200731-99-991824/3, KT, ZDF

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