24.01.2020 22:18 Uhr

Volker Bruch, der Star aus „Babylon Berlin“

© ARD Degeto/X-Filme/Beta Film/Sky Deutschland/Frédéric Batier

Am 24. Januar startet die 3. Staffel der Erfolgsserie „Babylon Berlin“ bei Sky. Wieder mit dabei ist Volker Bruch in seiner Rolle als Kommissar Gereon Rath. Zeit für ein Porträt des Schauspielers.

Volker Bruch ist Münchener, lebt aber seit Jahren mit seiner Familie in Berlin. Seine Schauspielausbildung hat er am Max-Reinhardt-Seminar in Wien absolviert. Schon früh hat Volker Bruch auf Arbeit in der Filmbranche gesetzt und der Erfolg mit „Babylon Berlin“ gibt ihm ja auch recht. 2008 kam der Durchbruch im Film mit „Der Rote Baron“, in dem Matthias Schweighöfer die Titelrolle, Manfred von Richthofen, spielte. Ein weitere Meilenstein war „Der Baader Meinhof Komplex“, in dem es um die Vorgeschichte der Terrorgruppe RAF (Rote Armee Fraktion) ging. Wieder ein politischer Film also.

Volker Bruch, der Star aus "Babylon Berlin"

© ARD Degeto/X-Filme/Beta Film/Sky Deutschland/Frédéric Batier

Er kann auch Ensemble-Film

In „Hin und weg“ geht es um eine Gruppe von Freunden, die jedes Jahr aufs Neue eine Radtour. In diesem Jahr wird nach Ostende in Belgien geradelt. Nur in diesem Jahr ist alles leider alles anders, denn Hannes (Florian David Fitz) hat ALS und er wird nicht mehr lange leben. „Hin und weg“ ist ein Film über Freunde, die man um alles, auch um Sterbehilfe, bitten kann. Volker Bruch spielt die Rolle des Finn.

2017 ist er wieder in einem hoch-politischen Film zu sehen, „Die Macht des Bösen“. Es geht darin um das Heydrich-Attentat im Mai 1942, dem einzig erfolgreichen Anschlag auf ein Nazi-Monster. Reinhard Heydrich hatte mehrere Funktionen im 3. Reich, u. a. war er der offizielle Repräsentant im der besetzten Tschechoslowakei. Heydrich war auch hauptverantwortlich bei der Gestapo und Unterzeichner der Wannseekonferenz, wo er die Aufgabe der Vernichtung aller Juden in Europa übernommen hatte. Volker spielt in „Die Macht des Bösen“ den SS-Brigadefüher Walter Schellenberg. Chapeau dafür!

Mit seiner Darstellung des Wehrmachts-Offiziers Wilhelm im ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ fesselte Volker Bruch ein Millionenpublikum vor den Fernsehern. Ausgezeichnet wurde er für seine Leistung als Teil des Hauptdarsteller-Quintetts mit dem Sonderpreis des Bayerischen Fernsehpreises 2013, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Emmy Award.

Und dann kam „Babylon Berlin“

Die Produktion „Babylon Berlin“ startete 2017. Erst auf dem Bezahlsender Sky und 2018 folgte die Ausstrahlung in der ARD. Und was soll man anderes sagen: es ist Erzählkino vom Feinsten. Die Regisseure Tom Tykwer („Der Krieger und die Kaiserin“, „Winterschläfer“, „Cloud Atlas“, „Loa rennt“), Hendrik Handloegten und Achim von Borries haben die Romane von Volker Kutscher in Szene gesetzt, dass man gar nicht anders kann, als begeistert zu sein.

Volker Bruch, der Star aus "Babylon Berlin"

© ARD Degeto/X-Filme/Beta Film/Sky Deutschland/Frédéric Batier

Volker Bruch spielt (u.a. an der Seite von Liv Lisa Fries) in allen drei Staffeln den Mann, der von außen ins Geschehen taucht. Als Kommissar aus Köln ermittelt er in einem Fall, in dem es um Erpressung mit Sado-Maso Schmuddelfilmchen geht. Da ein prominenter Mann betroffen ist, muss die Fragerei möglichst diskret verlaufen. Die Spur führt nach Berlin und zack – ist der Kommissar aus Köln mittenmang und verheddert sich ordentlich im Moloch Berlin in den wilden Zwanzigern.