12.01.2021 12:19 Uhr

Spinnmilben befallen im Winter auch Zimmerpflanzen

Trockene Heizungsluft weckt die Lebensgeister der Spinnmilben. Daher findet man sie im Winter häufig an Zimmerpflanzen - und an den Topfpflanzen aus dem Garten im Winterquartier.

Christin Klose/dpa-tmn

Mitten im Winter machen sie sich scheinbar urplötzlich über die Zimmerpflanzen her – Spinnmilben. Die Lebensbedingungen sind dann, wenn die Zimmer schön warm aufgeheizt werden, perfekt für die Schädlinge. Und sie vermehren sich sehr stark.

Gerade in Umgebungen mit trockener Heizungsluft fühlen sich die Spinnmilben am wohlsten. Daher werden etwa die Pflanzen auf dem Fensterbrett über dem Heizkörper gerne von ihnen befallen.

Abhilfe kann das Erhöhen der Luftfeuchtigkeit mit einem Sprühnebel schaffen, erläutern die Experten der Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Oder man stellt eine flache Schale mit Wasser unter den Topf der Zimmerpflanze.

Man sollte aber alternativ nicht etwas überschüssiges Gießwasser direkt im Topf belassen, denn diese Staunässe kann die Wurzeln faulen lassen. Ziel der Wasserschale sollte nur sein, dass sich die Luftfeuchtigkeit im Mikroklima um die Zimmerpflanze herum erhöht.

Spinnmilben wandern zum Beispiel auch mit Pflanzen von Balkon, Terrasse und Garten ins Winterquartier im Haus und überdauern dort die kalten Tage im Warmen. Daher sollte man diese Pflanzen regelmäßig auf die Schädlinge kontrollieren.

Einen Befall erkennen Hobbygärtner an kleinen, gelblich-weißen Sprenkeln an den Blättern. Diese werden später fahl, dann gelblich, und sie trocknen ein. Teils sind Blätter und ganze Triebe mit feinen Gespinsten überzogen.

Die Schädlinge sind mit rund 0,5 Millimetern sehr klein. Sie sind gelblich-grün, rot oder braunschwarz und halten sich vor allem an der Unterseite der Blätter auf.

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