20.10.2020 12:16 Uhr

Verbraucherschützer vor allem beim Reiserecht gefragt

Flugreisen fallen aus, Veranstaltungen werden abgesagt und im Supermarkt werden Hamsterkäufe getätigt - bundesweit machen sich ungewohnte Sorgen breit. Verbraucherschützer sind vermehrt gefragt.

Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Zuvor bestand vor allem in Sachen Telefon – und Internet-Komplettpakete und Mobilfunk Beratungsbedarf, doch in der Coronakrise hielten plötzlich geplatzte Reisepläne und Streit um Stornogebühren die Verbraucherschützer in Atem.

Pro Woche seien allein am Telefon bis zu 700 Beratungsgespräche angefallen – zu Spitzenzeiten während des Lockdowns sogar gut 1000 pro Woche, teilte die Verbraucherzentrale Niedersachsen mit. Vor der Krise seien es etwa 200 Telefonberatungen pro Woche gewesen. Die Nachfrage nach Beratung vor allem während der Lockdowns sei doppelt so hoch gewesen wie die erfolgten Beratungen, sagte Geschäftsführerin Petra Kristandt. Es fehle das nötige Personal.

Vor allem Pauschalreisen, Hotels und Unterkünfte, Flüge oder Laufzeitverträge in Fitnessstudios waren laut Verbraucherzentrale die Top-Beratungsthemen zwischen März und September. Im vergangenen Jahr bestand vor allem in Sachen Telefon und Internet sowie rund um den Mobilfunk Beratungsbedarf.

Im Streit mit Unternehmen der Reise- und Veranstaltungsbranche gehe es um hohe Summen, die die Anbieter teils unrechtmäßig einbehielten. „Bei den Verbrauchern ist der Frust über das unanständige Geschäftsgebaren inzwischen deutlich zu spüren“, sagte Kristandt.

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