PMS: So können die Beschwerden gelindert werden

PMS – so können die Beschwerden gelindert werden
PMS – so können die Beschwerden gelindert werden

Foto: IMAGO / Panthermedia

07.05.2021 04:46 Uhr

Die Tage vor der Regelblutung können sich für Frauen jeden Monat aufs Neue unerträglich gestalten. Die Beschwerden können so stark sein, dass an einen normalen Alltag gar nicht mehr zu denken ist. Was hilft wirklich gegen die fiesen Begleiterscheinungen?

Im Laufe der Jahre haben die meisten Frauen oft verschiedene Mittel ausprobiert, um die Beschwerden zu lindern, von Cannabis bei PMS über natürliche Heilmittel bis zu Medikamenten. Doch was hilft wirklich? Im folgenden Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die möglichen Behandlungsmethoden.

Was ist PMS?

Alle Monate wieder: PMS. Das Prämenstruelle Syndrom beschreibt die Tage vor der Regelblutung, die von körperlichen und psychischen Beschwerden geprägt sind. PMS kann vier bis zehn Tage vor der Regel einsetzen und macht vielen Frauen das Leben schwer. Die Beeinträchtigungen können sich durch ein körperliches Unwohlsein äußern. Es kann allerdings auch möglich sein, dass man extrem schlechte Laune hat, ohne sich den Grund wirklich erklären zu können. Man nimmt mittlerweile an, dass etwa drei Viertel der weiblichen Bevölkerung unter PMS leidet.

Die Ursachen von PMS

Es konnte bislang noch nicht eindeutig geklärt werden, wodurch PMS ausgelöst wird. Man geht davon aus, dass ein Zusammenhang mit den weiblichen Hormonen – Östrogen und Progesteron – besteht. Diese sind für den Verlauf des Zyklus verantwortlich. Ergeben sich hormonelle Schwankungen, kann sich dies möglicherweise durch Symptome bemerkbar machen.

Weiterhin konnte auch nachgewiesen werden, dass junge, schlanke Frauen im Allgemeinen weniger mit PMS zu kämpfen haben. Folglich bedeutet das, dass Alter und Gewicht auch eine Rolle spielen können. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Alltagsprobleme einen Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden haben. Stress, Überlastung, Frust, Hektik und soziale Probleme können sich auf körperliche Weise äußern.

Migräne, Bauchweh, Rückenschmerzen – die PMS-Symptome

Das Prämenstruelle Syndrom kann viele Formen annehmen und sich in unterschiedlichen Ausprägungen bemerkbar machen. Oftmals zeigen sich Unregelmäßigkeiten im Zyklus, die sogar zum Ausbleiben der Regelblutung führen können. In der Fachsprache wird dies als Amenorrhö bezeichnet. Folgende Begleiterscheinung treten häufig auf:

  • Körperliche Beschwerden: Migräne, Bauchweh, Übelkeit, Brustspannen, Rückenschmerzen, Blähungen
  • Physische Anzeichen: Hautunreinheiten, Völlegefühl, Heißhunger, Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen
  • Psychische Symptome: Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme, Apathie, Depressionen, Reizbarkeit

Regelbeschwerden – Was kann helfen?

Bis heute wurde noch kein Allheilmittel gegen PMS erfunden. Die Begleiterscheinungen sind so vielseitig und ausgeprägt, dass es schwer ist, ein einziges Mittel gegen die Schmerzen und Beschwerden zu finden. Es gibt jedoch einige Tipps und Tricks, wie man die Symptome lindern kann.

CBD – die legale Form von Cannabis

Bereits vor mehreren Jahrhunderten erkannten die Menschen, welche unglaublichen Ergebnisse die Behandlung mit Cannabis bei prämenstruellen Problemen liefern kann. So konnte aufgedeckt werden, dass im China des 16. Jahrhunderts Hanf verabreicht wurde. Diese Art von Therapie erweist sich als besonders wirkungsvoll, da Cannabis, genauer gesagt CBD, bei Kopfschmerzen Abhilfe leisten kann. So konnte in Studien festgestellt werden, dass die regelmäßige Einnahme die monatlichen Migräneanfälle von 10,4 auf 4,6 % minimieren kann.

Weiterhin zeigen sich Erfolge bei psychischen Problemen. CBD wird mittlerweile in der Psychotherapie eingesetzt, um gegen Angststörungen, Stimmungsschwankungen und Depressionen vorzugehen. Da dies ebenfalls Symptome des PMS sind, erweist sich CBD in den Tagen vor der Monatsblutung als hilfreich. Unterscheiden muss man beim Thema Hanf immer zwischen CBD-Produkten, die keine berauschende Wirkung entfalten sollen, und solchen, die – etwa für medizinische Anwendungen wie Schmerzlinderung – höhere Gehälter von Tetrahydrocannabinol (THC) haben. 

Medikamente, hormonelle Verhütungsmittel und natürliche Heilmittel

Die wohl bekannteste Möglichkeit, um dem PMS den Garaus zu machen, besteht darin, hormonelle Verhütungsmittel einzunehmen. Doch damit ist stets die Gefahr verbunden, weitere Beschwerden hervorzurufen. So können beispielsweise Übelkeit, Zwischenblutungen und Brustspannungen auftreten. Gleiches gilt für Medikamente. Schmerzmittel, Antidepressiva und entwässernde Antibiotika packen das Problem zwar effektiv bei der Wurzel, besitzen allerdings auch eine Vielzahl an potenziellen Nebenwirkungen.

Aus diesem Grund wird versucht, auf die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln und Medikamenten zu verzichten. Stattdessen setzen viele Frauen auf natürliche Stoffe wie Kalzium, Magnesium, Mönchspfeffer, Vitamin 6 und CBD. Die Wirkungskraft dieser Mittel ist jedoch noch nicht gänzlich bewiesen.

Alternative Behandlungsmethoden bei PMS

Es ist nicht immer nötig, sofort Medikamente, Verhütungsmittel und Co. einzunehmen. Forscher fanden heraus, dass die Gewohnheiten der Frauen ebenfalls Einfluss auf den Verlauf des Prämenstruellen Syndroms nehmen. Eine gesunde Ernährungsweise, regelmäßiger Sport und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin können schon wahre Wunder bewirken.

Wer mit den Auswirkungen des PMS zu kämpfen hat, kann auch mit Wärme arbeiten: Eine heiße Wärmflasche oder ein langes Bad können ebenso zur schnellen Genesung beitragen.