250-Kilometer-Lauf: Steffi Saul kämpft gegen Hitze

Extremsportlerin Steffi Saul (l) startet mit ihrem Mitläufer Erwin Bauer (r) einen 250-km-Spendenlauf über den gesamten Remstal-Weg bis zum Olgahospital Stuttgart.
Extremsportlerin Steffi Saul (l) startet mit ihrem Mitläufer Erwin Bauer (r) einen 250-km-Spendenlauf über den gesamten Remstal-Weg bis zum Olgahospital Stuttgart.

Bernd Weißbrod/dpa

19.06.2021 17:49 Uhr

Eigentlich war es etwas anders geplant. Extremsportlerin Steffi Saul läuft 250 Kilometer für einen guten Zweck. Doch die Hitze macht ihr zu schaffen.

Früher war Stefanie Saul nach eigenen Worten „der faulste Mensch auf der Welt.“ Nun rennt sie. Und rennt. Und rennt.

Die 38-jährige Extremsportlerin wollte eigentlich am Samstagmittag einen 250 Kilometer langen Spendenlauf auf dem Remstalweg am Olgahospital in Stuttgart beenden – allerdings war sie auch am frühen Abend noch nicht ganz am Ziel. „Ich kämpfe mit der Hitze“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur auf den letzten Metern. Am frühen Donnerstagmorgen war sie gestartet.

Mit dem Lauf will Saul Spenden für die Kinderkrebsstation des Krankenhauses zu sammeln. Ein erster Versuch Mitte April war wegen der damals geltenden Ausgangssperre kurzfristig abgesagt worden. Die gebürtige Thüringerin – Saul stammt aus Jena – war die Strecke bereits 2013 bei widrigen Bedingungen, Schnee und eisiger Kälte gelaufen und hatte dabei mit ihrem Team knapp 25.000 Euro an Spendengeldern gesammelt.

In den vergangenen Jahren hat die Welzheimerin (Rems-Murr-Kreis) immer wieder mit teils sehr ausgefallenen Herausforderungen auf der Laufstrecke für Schlagzeilen gesorgt. Die gelernte Bankkauffrau startete als eine von ganz wenigen Frauen beim britischen Tough-Guy-Race, sie wälzte sich beim Wildsau-Dirtrace in Österreich im Schlamm und entdeckte schließlich die Ultraläufe, die länger sind als ein Marathon und möglichst viele Höhenmeter haben sollten. Zudem legte sie 300 Kilometer in Feuerwehrmontur zurück und rannte rund um den Bodensee und zur Zugspitze hinauf.