Rätselhafter AktenordnerAmber Heard tritt gegen Johnny Depp weiter nach

Amber Heard
Amber Heard

IMAGO / ZUMA Wire

Paul VerhobenPaul Verhoben | 19.06.2022, 09:19 Uhr

Amber Heard ist überzeugt, dass ein wichtiges "Beweisstück" ein anderes Ergebnis in ihrem Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp ausgelöst haben könnte.

In einem Interview der ‚Aquaman‘-Schauspielerin mit Savannah Guthrie, das Teil eines Dateline-Specials auf NBC war, wurde Heard gefragt, ob es ein Beweisstück gebe, von dem sie sich wünschen würde, dass die Jury es gesehen hätte und das einen Unterschied gemacht hätte? Amber Heard (36) antwortete mit „Ja“, bevor Guthrie fragt: „Was ist das?“ Die Schauspielerin fügte hinzu:

„Es gibt einen Ordner mit jahrelangen Notizen, die bis ins Jahr 2011 vom Anfang meiner Beziehung zurückreichen und von meinem Arzt gemacht wurden, dem ich den Missbrauch gemeldet habe.“

Amber Heard: „Ich liebe ihn“

Guthrie (50) betonte, dass das Anwaltsteam des „Fluch der Karibik“-Schauspielers Johnny Depp ihre Missbrauchsvorwürfe zurückwies und sagte, dass sich keine einzige Frau gemeldet habe, die behauptete, sie seien von dem 58-jährigen Star geschlagen worden. Heard sagte dazu: „Schauen Sie, was mit mir passiert ist, als ich mich öffentlich geäußert habe. Würden Sie das auch tun?“

Johnny Depp und Amber Heard: Jetzt spricht ein Geschworener

Im Verleumdungsprozess zwischen Amber Heard und Johnny Depp hatte die Richterin den Ordner nicht als Beweismittel zugelassen. Der Grund: Bei den Schilderungen handele es sich lediglich um „Hörensagen“.

Dateline strahlte das vollständige Interview am Freitag (17. Juni) aus.

Heard behauptete zuvor, dass es kein böses Blut zwischen ihr und Depp gebe, obwohl sie den Verleumdungsfall Anfang dieses Monats verloren hat. Über Depp, von dem sie sich 2016 scheiden ließ, sagte sie: „Ich liebe ihn. Ich liebte ihn von ganzem Herzen. Ich habe mein Bestes gegeben, damit eine zutiefst zerbrochene Beziehung funktioniert. Ich habe überhaupt keine schlechten Gefühle oder bösen Willen ihm gegenüber.“



Gnadenlose Schlammschlacht vor Gericht

Der bittere sechswöchige Prozess des Paares begann rund drei Jahre, nachdem Depp im März 2019 eine Verleumdungsklage in Höhe von 50 Millionen US-Dollar gegen Heard eingereicht hatte, nachdem sie einen Zeitungsartikel geschrieben hatte, in dem detailliert beschrieben wurde, wie sie Opfer häuslicher Gewalt wurde. Depp gewann, als eine Jury im Fairfax County Courthouse, Virginia, sich einstimmig auf seine Seite stellte und ihm 10 Millionen Dollar Schadenersatz und 5 Millionen Dollar Strafschadenersatz zusprach.

Heard wurde von der Jury lediglich 2 Millionen Dollar Schadenersatz für ihre Gegenklage zugesprochen.

Ihre Anwältin hatte zuvor angedeutet, dass Urteil womöglich anzufechten. (Bang/K&T)