MusikAngela Merkel reist zu Tristan und Isolde – und hier nächtigt sie

dpadpa | 13.07.2022, 11:00 Uhr
Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Mann Joachim Sauer stehen vor dem Bayreuther Festspielhaus.
Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Mann Joachim Sauer stehen vor dem Bayreuther Festspielhaus.

Daniel Karmann/dpa

Die große Liebe der ehemaligen Bundeskanzlerin zu Richard Wagner ist weithin bekannt. Auch als Privatperson will sich Angela Merkel die Bayreuther Festspiele nicht entgehen lassen.

Als Bundeskanzlerin war Angela Merkel (67) regelmäßig bei den Richard-Wagner-Festspielen zu Gast – und nun wird sie auch als ehemalige Regierungschefin wieder in Bayreuth erwartet. „Der Stadt liegt eine Zusage der ehemaligen Bundeskanzlerin vor“, bestätigte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Angela Merkel Stammgast in Bayreuth

Das weltberühmte Festival wird am 25. Juli mit der Premiere der Oper „Tristan und Isolde“ eröffnet. Merkel und ihr Mann Joachim Sauer gelten als große Anhänger der Musik Wagners. Deshalb ist sie Stammgast: In ihren Jahren als Regierungschefin besuchte sie meist nicht nur die Eröffnung in Bayreuth, sondern auch Tage später regelmäßig noch weitere Aufführungen.

Welche weiteren prominenten Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur am 25. Juli in der oberfränkischen Stadt über den roten Teppich schreiten werden, gab die Stadt noch nicht bekannt.



Seit Jahrzehnten immer im selben Hotel

Merkel nächtigte seit 1989 fast dreißig Mal im Waldhotel Stein. Mit ihrer ganzen Entourage belegte sie als Kanzlerin schließlich 13 von 43 Zimmer, verriet Stefan Linß, Geschäftsführer des Waldhotel gegenüber dem „Bayreuther Tageblatt“. „Ein Zimmer ist als Büro reserviert gewesen. Da hat sie dann auch mal die ein oder andere Stunde gearbeitet.“

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Linß fügte hinzu: „Sie war mindestens drei Nächte da, eher vier in der Regel.“ Und der junge Geschäftsführer des Hotels erinnert sich: „Sie verstand es, beim Smalltalk das Gespräch zu navigieren. Anreise, Wetter, die Klassiker eben. Das gab nicht nur mir Sicherheit im Gespräch, ohne in ein Fettnäpfchen zu treten.“

(dpa/K&)