KritikBauer sucht Frau: Anna Heiser wettert gegen die, die eine Schwangerschaft glorifizieren

Anna und Gerald HEISER,
Anna und Gerald HEISER,

IMAGO / Sven Simon

Paul VerhobenPaul Verhoben | 03.10.2022, 09:16 Uhr

Bauer-sucht-Frau-Kandidatin Anna Heiser rechnet mit der Scheinwelt der sozialen Medien ab. Ihre Schwangerschaft fand sie nämlich gar nicht gut.

Die „Bauer sucht Frau„-Bekanntheit Anna Heiser erwartet derzeit ihr zweites Kind. In einem Post spricht sie nun ganz offen darüber, dass eine Schwangerschaft nicht nur mit positiven Gefühlen und Erlebnissen verbunden ist.

Anna Heiser erlebt Schwangerschaft anders

Auf Instagram und Co. werde suggeriert, dass es für Frauen nichts erfüllenderes gebe, als schwanger zu sein. Ihren Kommentar leitert sie vorsichtshalber so ein: „Achtung, dieser Post entspricht nicht der Scheinwelt der sozialen Medien! Also wenn du weiterhin in der Instagram Illusion leben möchtest, lese bitte nicht weiter.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Anna H. (@anna_m._heiser)

„Beim Lesen der Posts der ‚Mom to be‘s bekommt man das Gefühl, dass schwanger zu sein der schönste Zustand im Lebens sei“, schreibt die 32-Jährige. So lese man beispielsweise immer wieder: „Ich liebe meinen Bauch“, „Ich werde meine Kugel vermissen“ oder „Ich liebe es, die Tritte zu spüren“. Bei Anna sehe die Realität nämlich gaaaanz anders aus.

„Es gibt nun mal auch Mütter wie mich – diejenigen, die zwar das Ergebnis einer Schwangerschaft vom ganzen Herzen lieben, aber den Weg bis dahin nicht so toll finden. Denn Schwangerschaft bedeutet nicht nur perfekt runde Bäuche auf wunderschönen Babybauch-Fotos, sondern auch die unschönen Seiten“, erzählt die gebürtige Polin.



Schlaflose Nächte

Auf Instagram würden die zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden ausgespart werden, die mit einer Schwangerschaft verbunden sind. „Oft bedeutet es auch monatelange Übelkeit und Erbrechen, Haarausfall, Pickeln, Krampfadern. Schwangerschaftsstreifen und schwabbelige Haut gehören auch dazu“, zählt Anna auf.

„Es sind die schlaflosen Nächte, in den das Baby beschließt genau dann zu turnen, wenn Mama schlafen möchte oder der große Bauch, der die perfekte Schlafposition verhindert. Es sind die geschwollenen Füße und die Wurstfinger und auch die ultrasensiblen Brüste.“ Trotzdem sei sie „sehr dankbar, all dies erleben zu dürfen.“ (Bang/K&T)