Bernd Stelter langweilt sich zu Hause

Karnevalist Bernd Stelter 2014 bei der "Großen Kölner Mädchensitzung" im Gürzenich.

Marius Becker/dpa

20.01.2021 15:55 Uhr

Ein Jahr ohne Karneval. Für Bernd Stelter ist das eine nicht ganz einfache Situation.

Karnevalist und Fernsehmoderator Bernd Stelter (59) sitzt aufgrund der Corona-Pandemie erstmals unbeschäftigt zu Hause. Das sei auch privat eine Herausforderung, gestand Stelter am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin seit über 30 Jahren sehr glücklich verheiratet. Nur: Die Basis unserer glücklichen Ehe war natürlich auch, dass ich zwischendurch unterwegs bin.“

Wenn er mal eine Woche am Stück da gewesen sei, hätten seine Frau und er immer richtig viel Spaß gehabt, aber dann seien sie beide auch froh gewesen, wenn er wieder losgezogen sei. „Jetzt aber hängen wir uns seit einem Dreivierteljahr auf der Pelle, und ich bin sehr stolz auf uns, dass wir das richtig hingekriegt haben. Aber man musste sich erstmal dran gewöhnen.“

Sein Problem sei jetzt, dass ihm langweilig sei. „Ich bin gerne draußen, ich steh gerne auf Bühnen, ich mag das. Und jetzt bin ich immer nur zu Hause, das geht mir auf den Zeiger.“ Aber an Karnevalsfeiern in Sälen sei natürlich derzeit nicht zu denken.

Stelter hat sich die Zeit unter anderem damit vertrieben, einen neuen Krimi zu schreiben, der im Februar erscheint: „Mieses Spiel um schwarze Muscheln“ – ein neuer Fall für seinen niederländischen Kommissar Piet van Houvenkamp. Außerdem hat er einen Karnevalskalender bei Youtube und auf seiner Facebook-Seite eingestellt. „Da kann man jeden Tag ein Türchen aufmachen, damit die Leute wieder ein bisschen was zu lachen haben.“

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