Boris Becker: Die ersten 50 Tage sind rum

Paul VerhobenPaul Verhoben | 19.06.2022, 12:00 Uhr
Boris Becker gebrochen
Boris Becker am Ende

IMAGO / ZUMA Wire

Kinder, wie die Zeit vergeht. Das passierte während Boris Beckers ersten 50 Tagen im britischen Gefängnis.

Der ehemalige Wimbledon-Sieger sitzt derzeit wegen Insolvenzverschleppung in einem Londoner Gefängnis. Zu ganzen zweieinhalb Jahren Knast wurde der Ex-Sportler verurteilt, erst 50 Tage hat er davon abgesessen.

Irreführende Berichte aus dem Becker-Knast

Doch bereits die ersten Wochen hinter schwedischen Gardinen waren ziemlich ereignisreich. Wie unter anderem die „Bunte“ behauptete, hätte Boris Becker die Gefängniswärter unter anderem darum gebeten, seine Zellentür nicht zu schließen, da die Enge ihm zu schaffen mache. Da dieser angebliche Wunsch nicht immer erfüllt wurde, soll der ehemalige Tennisstar mehrfach den Notrufknopf in seiner Zelle gedrückt haben. Sein Anwalt dementierte diese irren Berichte zwischenzeitlich jedoch.

Nach knapp drei Wochen durfte Becker jedoch das Gefängnis wechseln: Weg vom sogenannten „Horrorknast“ Wandsworth, hin zum „Luxusgefängnis“ HM Prison Huntercombe. In ersterem saßen Prominente wie Julian Assange oder Pete Doherty ein. Auch Postzugräuber Ronnie Biggs, Schriftsteller Oscar Wilde, Hollywoodstar Charles Bronson waren hier inhaftiert.



Das sagt Boris Beckers Anwalt

Doch wie Beckers Anwalt betont, ist an Luxus auch dort nicht zu denken: „Es ist und bleibt eine Haftanstalt und die Haftbedingungen in UK unterscheiden sich – teilweise gravierend – von denen in Deutschland. Boris Becker wird es nicht als ‚Wellnessgefängnis‘ wahrnehmen. Dennoch stellt es eine deutliche Verbesserung gegenüber Wandsworth dar.

Unterdessen meldete sich Boris Beckers ältesten Sohn Noah (28). Auf seinem ausgedünnten Instagram-Profil hat er für seine 21.000 Follower die Botschaft „Free my Dad“ angeheftet. Ein deutliches Statement, was allerdings die Tatsachen ignoriert. (Bang/K&T)