Corona-infizierter Influencer zeigt Besuch bei McDonalds

Anna MankAnna Mank | 30.11.2021, 18:21 Uhr
Londons neues It-Paar: Romeo Beckham und Model Mia
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Nixx Photography/Shutterstock

Influencer Andrés N. De Vincenz sorgt mit seinem Verhalten bei der Instagram- und Youtube-Community für Schockstarre: Der „Full Time IT Boy“, wie er sich selbst bezeichnet, postete in seinen Storys, dass er an Corona erkrankt sei. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, zum Imbiss zu fahren.

Mit seinen rund 5.000 Followern ist Andrés N. De Vincenz noch keine große Nummer in Influencer-Kreisen. Dafür zog sein Verhalten jetzt eine umso größere Welle der Empörung nach sich.

In seinen Storys gestand De Vincenz seinen Abonnenten: „Ratet, wer Corona hat …? Yay, it‘s me!“ Kurze Zeit darauf veröffentlichte er eine weitere Story, die zeigt, wie er zu McDonalds fährt. Trotz Corona-Erkrankung! Und als wäre das noch nicht genug, folgten Aufnahmen, die Andrès De Vincenz beim Training im Fitness-Studio zeigten.

Die Netzgemeinde ist schockiert

Das blieb der Netzgemeinde natürlich nicht verborgen. Zahlreiche Youtuber und Instagram-Aufklärer-Accounts wie akte_x_der_influencer und _reelfluencer_ reposteten die Storys und dokumentierten den Fall so.

Auf sein Verhalten angesprochen, reagierte Andrès N. De Vincenz dünnhäutig, antwortete sogar auf einen Kommentar: „Ich hab kein Corona, ich weiß nicht, wie du auf das schmale Brett kommst – weis mir das nach, dann reden wir weiter.“

Ein Nachweis war natürlich nicht nötig, denn der Influencer mit TV-Ambitionen (De Vincenz war als Kandidat in der Sat.1-Kuppelshow „Voll verschossen“ mit Ralf Schmitz, 47, zu sehen) hatte das Corona-Geständnis schließlich selbst veröffentlicht!

„Ich habe niemanden gefährdet“

Das musste De Vincenz schließlich auch einsehen – seine Story hatte zu dem Zeitpunkt bereits die große Instagram-Runde gemacht. In einer weiteren Story erklärte er dann, er habe keinen PCR-Test gemacht, es sei also gar nicht sicher, ob er überhaupt Corona habe. De Vincenz: „Ich denke aber, dass ich es habe.“ Er wolle noch einen Test machen lassen, um Gewissheit zu haben und niemanden zu gefährden.

Eine Einsicht, die ganz klar zu spät kommt.

Auch bei bloßem Corona-Verdacht ist Kontakt zu anderen zu meiden

Der Influencer weiter über seinen Besuch an der Burger-Bude: „Ich war im Auto im Drive-In, mit Maske, mit Handschuhen, (…), mit kontaktlosem Zahlen und nur Tüte-Entgegennehmen.“ Auch der Kassierer habe eine Maske getragen. Er selbst habe niemanden gefährdet: „Zu keinem Zeitpunkt, weil das würde ich nicht machen.“

Tatsächlich ist bei einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 eine anschließende 14-tägige Quarantäne verpflichtend. Doch bereits bei Verdacht auf eine Infektion und während der Wartezeit auf das Testergebnis wird empfohlen, zu Hause bleiben und Kontakte zu anderen zu meiden. Das bedeutet selbstverständlich auch: Keine nächtlichen Besuche am Drive-In, kein Workout im Fitness-Studio!

@andresxdexvincenz Happy #halloween #devil #gay #grindr #realitytv #tvshow #JustDanceItOut #cologne #fyp #foryoupage #foryou #fürdich #fürdichpage #netflix ? spin the bottle – Howdy.

De Vincents Geständnis könnte Folgen haben

Auch Instagrammerin kontrajunkie behandelte den Influencer-Corona-Skandal in ihren Storys. Und sagte dabei ganz klar, dass ihr das Verhalten von Andrés N. De Vincenz keine Ruhe gelassen habe: „Also habe ich in dem Fitness-Studio angerufen. Die haben nämlich ja auch eine 2G-Regel, was natürlich auch bedeutet, er müsste einen Impfausweis oder einen Genesenenausweis haben, und das wird im System erfasst.“ De Vincenz hatte das Studio, in dem er laut seiner Story trainiert hatte, getagged.

De Vincenz sagte später, er habe die Trainings-Story vorgedreht, sei also NICHT nach seinem Corona-Geständnis dort gewesen.

Es ist trotzdem möglich, dass Konsequenzen auf Andrés N. De Vincenz zukommen. Denn auch, wenn es für das Fitness-Studio Entwarnung gibt, bleibt der Besuch der Burger-Bude trotz möglicher Corona-Infektion. Wer bewusst gegen behördliche Anordnungen verstößt und andere durch sein Verhalten einer Ansteckung aussetzt, kann sich strafbar machen. Das zuständige Gesundheitsamt ist laut Userin kontrajunkie inzwischen informiert, teilte sie am Dienstag in ihren Storys mit.