Flop bei RTLDaniel Hartwich: Bereut er die Absage ans Dschungelcamp schon?

Daniel Hartwich wirkt ratlos in der Show "Let's dance"
Daniel Hartwich musste sich bisher wenig Karriere-Sorgen machen. Ändert sich das jetzt?

Foto: IMAGO/ Jan Huebner

Leni HübnerLeni Hübner | 15.08.2022, 21:51 Uhr

Der freiwillige Ausstieg des Moderators beim Dschungelcamp überraschte, aber für Daniel Hartwich geht die Familie vor. Allerdings scheint beruflich seither nichts mehr so glatt zu laufen, wie er es gewohnt ist.

Der sympathische Moderator ist die Allzweckwaffe von RTL. Oder soll man sagen: war? Als sich Daniel Hartwich (43) vom Dschungelcamp verabschiedet hat, um seiner Familie zuliebe nur noch in Köln und Umgebung zu arbeiten, ging ein Raunen durch die Medienwelt. Doch dass seine Entscheidung die erfolgreiche Karriere ins Wanken bringen könnte, hätte sicher niemand gedacht.

Familie geht vor Karriere

„Mir war immer klar, dass ich die Show nur so lange moderiere, wie meine Familie mich zu den Dreharbeiten begleiten kann“, meinte Daniel Hartwich nach seinem IBES-Aus. Aufgrund der Schulpflicht sei das nun nicht mehr möglich. Es bleiben vor allem Sendungen wie „Let’s dance“, die Hartwich seit 2010 mit wechselnden Kolleginnen moderiert, und „Lego Masters“.

Wieder in Australien? Hier findet das Dschungelcamp 2023 statt

Doch selbst diesen erfolgreichen Formaten scheint langsam die Luft auszugehen. In diesem Jahre startete „Lego Masters“ mit deutlich weniger Zuschauerinteresse. Und selbst bei „Let’s dance“ zeigen sich Schwächen. Obwohl die Tanzshow noch immerzuverlässig Tagessiege abräumt, ergibt eine genaue Zahlenanalyse, dass viele Zuschauer weit vor dem Ende der Sendung abspringen.



Selbst Erfolgsformate schwächeln

Das bedeutet, dass Millionen sehen wollen, wie sich die prominenten Tanzpaare auf dem Parkett schlagen, die moderierte Auswertung am Ende ist aber den meisten schon völlig egal. Außerdem musste Daniel Hartwich krankheitsbedingt bei zwei Sendungen passen – vertreten wurde er von seinem IBES-Nachfolger Jan Köppen (39).

Apropos Dschungel: Fairerweise muss man sagen, dass selbst das Dschungelcamp bei RTL in diesem Jahr Zuschauer verloren hat. Aber die Quoten sind sehr gut und damit wäre hier nur ein Jammern auf hohem Niveau möglich, das niemand anstrebt. Doch ein echter Flop tut weh, sagt man. Daniel Hartwich widerlegt das: Er hat seine Karriere quasi mit einer TV-Bruchlandung gestartet.

Daniel Hartwich startet mit Flop durch

RTL gab dem fast unbekannten Newcomer 2008 direkt eine eigene Show. Leider konnte sich „Achtung Hartwich“ nicht durchsetzen. „Ich hatte meinen Spaß“, meint Daniel Hartwich dazu im DWDL- Interview. Er habe enorm viel gelernt und alle 14 Folgen wurden gesendet – „immerhin!“, so der Moderator. Doch mit dem Erfolg steigen die Erwartungen. Daniel Hartwich muss das vielleicht gerade lernen.

Die Show „Master of Sweets – Die fabelhafte Welt der Zuckerbäcker“, die RTL in diesem Jahr startete, entwickelte sich über vier Folgen vom Totalausfall zum Geht-so-Marktanteil. Die dritte Staffel von „Zeig uns deine Stimme“, vorher „I Can See Your Voice“, fiel in ein so tiefes Quotenloch, dass RTL die Show, in der ein Promi-Team raten muss, ob Kandidaten singen können oder nicht, jetzt ins Nachtprogramm verbannt.

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Krankheiten bremsen Moderator aus

Ein Tiefschlag – auch für den Moderator. Allerdings führte Daniel Hartwich in dieser dritten Staffel nicht allein durch die Sendung: Sonja Zietlow (54), Laura Wontorra (33), Oliver Pocher (44), Oliver Geissen (52) und erneut Jan Köppen sprangen ein, als der Ex-Dschungelcamp-Star auch hier wegen Krankheit ausfiel.

Richtig rund läuft dieses Jahr also nichts für Daniel Hartwich und mit Jan Köppen bastelt RTL an einer neuen Allzweckwaffe. Ob Hartwich seine Entscheidung bereuen wird, dass Dschungelcamp verlassen zu haben, wird sich erst 2023 zeigen, wenn die Show ohne ihn läuft. Als Profi wird er den Gedanken, wenn er denn aufkommt, nur mit seiner Familie teilen.

Irgendwas geht immer: ZDF statt RTL?

Sollte es für Daniel Hartwich ohne IBES bei RTL tatsächlich nicht mehr laufen, kann der Wahlkölner noch immer auf dem Mainzer Lerchenberg aushelfen. Das dort ansässige ZDF hat ein echtes Problem, gute Moderatoren zu finden und zu halten. Und Mainz liegt nur zwei Autostunden von Köln entfernt. Die würden diesen Mix aus perfekter Schwiegersohn und flapsigen Ironiker mit Kusshand nehmen, wenn sie mal wieder bei den unter 49-Jährigen mitspielen wollen.