Daniel Küblböck: Ehemalige Mitschüler sprechen von Alkohol, Einsamkeit und Depression

Daniel Küblböck: Ist er gar nicht freiwillig gesprungen?
Daniel Küblböck: Ist er gar nicht freiwillig gesprungen?

Foto: Patrick Hoffmann/WENN.com

10.09.2021 13:05 Uhr

Drei Jahre nach dem Verschwinden des Ex-DSDS-Kandidaten Daniel Küblböcks kommen nun neue Enthüllungen ans Licht. Seine Klassenkameraden brechen ihr Schweigen und äußern sich zu der „Akte Küblböck“.

Vor drei Jahren verschwand Daniel Küblböck von einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik spurlos. Nach langer Suche durch Rettungskräfte und die Küstenwache sowie intensiven Ermittlungen wurde der Musiker im Februar 2021 für tot erklärt. Begründung: Daniel Küblböck soll von Bord gesprungen sein.

Am 09. September hat sich sein angeblicher Todestag gejährt. Sein Verschwinden wirft jedoch auch heute noch eine Menge Fragen auf. Seine Leiche wurde niemals gefunden. Und auch Motiv und Geisteszustand bleiben im Nebel. War es ein Unfall oder volle Absicht?

Daniel Küblböck: Psychische Probleme durch Einsamkeit

Nun melden sich erstmals seine ehemaligen Kommilitonen von der Schauspielschule zu Wort. Im Podimo-Podcast „Daniel Küblböck – Ein Mensch verschwindet“ teilen sie ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Sänger und geben bisher unbekannte Einblicke in sein Leben:

„Daniel sagte, dass er Daniel Küblböck ist, aber ganz normal behandelt werden möchte“, erklärt ein Mitschüler im Podcast. Obwohl er nach außen hin immer der gut-gelaunte Typ mit unverwechselbar hoher Stimme war, sei der Musiker „sehr einsam“ gewesen. „Ich habe mit ihm gearbeitet und ich weiß noch Momente, wo wir alle am Feiern oder angetrunken waren, Momente, wo er sich endlich geöffnet hat. […] In solchen Momenten hat er auch gesagt, dass er einsam ist, dass er nicht so viel Kontakt zu seiner Familie hat.“

Ausweg Alkohol?

Im Laufe der Zeit häuften sich die Probleme von Küblböck. „Wir wussten schon, dass Daniel ein Alkohol-Problem hatte, wir wussten das sehr früh. Daniel sollte mit einer anderen Schülerin eine Kussszene spielen, doch ihr war es sehr unangenehm, weil Daniel angeblich immer nach Alkohol gerochen hat.“ Schließlich habe sich der Ex-Dschungelcamper immer mehr distanziert, sei sogar „ausgerastet“. Es sei zu immer mehr Konfliktsituationen gekommen. „Irgendwann kam die Zeit, dass wir alle darüber gesprochen haben, was wir machen können.“

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Fühlte sich Daniel im falschen Körper?

Auf seinen letzten Instagram Fotos zeigte der Entertainer eine neue Seite von sich: Geschminkt präsentierte sich Küblböck unter dem Namen „rosa_luxem“ als Transgender-Frau. Hatte Küblböck also bereits in seiner Jugend psychische Probleme, weil er sich im falschen Körper fühlte? War das der Grund für seine frühen Alkohol-Eskapaden? Selbst drei Jahre nach seinem Verschwinden nehmen die Fragen um den „You Drive Me Crazy“-Interpreten nicht ab. (Bang)