"Das ist Perfektion für mich"David Beckham: Mega-Shitstorm wegen seines Werbeclips für Katar

David Beckham macht Werbung für Katar
David Beckham macht Werbung für Katar

@ Qatar Tourism

SpotOn NewsSpotOn News | 02.09.2022, 14:06 Uhr

David Beckhams Engagement als Werbegesicht für Katar geht in die nächste Runde: Nun veröffentlichte die Fußball-Ikone einen Werbeclip für das Land im Mittleren Osten. Bei den Fans auf Social Media kommt das nicht besonders gut an.

David Beckham (47) muss für seinen Auftritt in einem Werbeclip für Katar viel Kritik einstecken. Die Fußballikone hat sich für ein fürstliches Gehalt von angeblich 10 – 15 Millionen Pfund pro Jahr für zehn Jahre als Botschafter für die Sportnation Katar verpflichtet, wie die „Sun“ schon letztes Jahr berichtete.

David Beckham macht Werbung für Katar

@ Qatar Tourism

Eine neue Kampagne zeigt Beckhams actionreiche Abenteuer, die er im Laufe von 48 Stunden im Land erlebt und zeigt, dass Katar ein großartiges Zwischenstopp-Ziel für jedermann ist.

Von der Erkundung der verwinkelten Gewürzmärkte des Souq Waqif, über einheimische Straßenkunst, die Zubereitung von Tacos, Camping in der Wüste und Motorradtouren durch Doha – Beckham begleitet einheimische Persönlichkeiten bei der Entdeckung eines Landes voller Überraschungen.

Darum geht’s in David Beckhams Werbeclip

Nun erschien ein erster Werbeclip mit Beckham in dieser Position in einer einminütigen und einer 30-minütigen Version. Die Videos sollen Touristen auf der Durchreise Katar als Zwischenstopp schmackhaft machen. In der einminütigen Version ist Beckham zu sehen, wie er 48 Stunden in dem Land verbringt, über Märkte schlendert, die Architektur bewundert und grinsend mit seinem Motorrad fährt.

Dabei schwärmt er von „einem weiteren wundervollen Tag hier in Katar“ und dass „die Moderne und das Traditionelle etwas ganz Besonderes“ entstehen lassen würden. Er nennt Katar einen „wundervollen Ort“ und könne es nicht erwarten, seine Kinder mitzubringen, so Beckham. An einer Stelle sagt er: „Das ist für mich Perfektion.“

Hier ist das Lang-Video:

Menschenrechtsaktivist: „So entsetzlich“

In den sozialen Medien hagelt es dafür nun Kritik. Nutzer weisen darauf hin, dass Homosexualität in Katar verboten ist und die Menschenrechte missachtet werden. Zudem sollen mehrere tausend Gastarbeiter auf WM-Baustellen gestorben sein, was nie weiter untersucht worden ist.

Für viele passt Beckhams Werbung für Katar nicht mit seinem Image als Feminist, LGBTQ-Unterstützer und Unicef-Botschafter zusammen. Beckham würde sich verkaufen, Geld vor Menschenrechte stellen und das Leid ignorieren, heißt es in unzähligen Tweets. Der Menschenrechtsaktivist Peter Tatchell (70) schreibt: „So entsetzlich. Er verkauft seine Seele für Millionen Blutgeld. Katar missachtet LGBTs, Frauen und Gastarbeiter. Schande!“

Ein Sprecher von Beckham verteidigte das Engagement des Fußballstars letztes Jahr mit der Hoffnung, durch die WM und den Sport in dem Land etwas verändern zu können: „Er hat immer von der Macht des Fußballs gesprochen, als eine Macht für das Gute auf vielen Ebenen.“ (SpotOnNews/K&T)

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