Edith Stehfest spricht Missbrauchsopfern Mut zu

Eric Stehfast ist wieder Papa geworden: „Krasseste, kürzeste Geburt“
Eric Stehfast ist wieder Papa geworden: „Krasseste, kürzeste Geburt“

imago images / POP-EYE

10.09.2021 16:28 Uhr

Edith Stehfest (26) trägt eine Horror-Vergangenheit mit sich herum. Und doch will die 26-Jährige nicht darüber schweigen, sondern mit ihrem Schicksal für Aufklärung sorgen. Sie will den Opfern von sexueller Gewalt Mut machen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Ihr Künstlername „Lotta Laut“ ist Programm. Die selbsternannte „Rebellin“ und „Regenbogenbraut“ Edith Stehfest verkörpert laut die Extravaganz. Ihr futuristischer Haarschnitt ist extra an der Seite abrasiert, damit das Tattoo, das sich in Form eines Blätterkranzes um ihren Kopf schlängelt, uneingeschränkt für jedermann sichtbar ist.

Die tough-aussehende Frau hat mit gerade einmal 26 Jahren eine bewegende Lebensgeschichte zu erzählen: Drogenabhängigkeit und sexueller Missbrauch sind nur zwei Schlagworte. In einem neuen Format bei VOX holt Edith noch einmal die Vergangenheit ein. Mit klarer und selbstbewusster Haltung spricht sie über ihre eigene Vergewaltigung mit 17 Jahren.

Edith Stehfest: „Ich musste mir meine eigene Vergewaltigung ansehen“

Bis zum Jahr 2018 ahnte Edith nichts von ihrer bitteren Vergangenheit. Zu jenem Zeitpunkt, als plötzlich das LKA vor ihrer Tür steht und sie auf die Wache bittet, ist die Ehefrau von Edith Stehfest längst weg von ihrer Crystal-Meth-Drogensucht. Auf dem Revier erfährt sie, dass sie mit 17 Jahren unter K.O.-Tropfen gesetzt und vergewaltigt wurde. Um den Täter vor Gericht zu bringen, muss Edith sich ihrer Vergangenheit stellen und den Täter auf dem Video der Vergewaltigung identifizieren. Ende 2020 steht Edith ihrem Peiniger vor Gericht gegenüber. Er wird zu drei Jahren Haft verurteilt, legt aber Revision ein und ist seither auf freiem Fuß.

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Edith fordert: Opfer müssen ihr „Schweigen brechen“

„Missbrauch- Lass uns gemeinsam laut sein“ schreibt Edith unter ihren Instagram Post und bekommt dafür eine Menge Zuspruch: „Einfach baff. Du hast wie immer die besten Worte gefunden, um Gänsehaut zu erzeugen und wachzurütteln“, schreibt eine Followerin. „Starke Worte!!! Ich hatte echt Gänsehaut“, schreibt eine andere Nutzerin.

Eigenen Aussagen zufolge kannte Edith den Täter und sei sogar freiwillig in seine Wohnung gegangen. Anfangs gab sich Edith deshalb noch selbst die Schuld an der Vergewaltigung. Heute weiß sie, dass das absolut falsch ist. In dem Format #VOXStimme appelliert sie an alle Opfer von sexueller Gewalt, das „Schweigen zu brechen“ und sofort zur Polizei zu gehen. Die 26-Jährige fordert: „Lass uns gemeinsam laut sein!“. Denn, „jede Überschreitung der eigenen Grenze ist eine Straftat, Jeder Übergriff unter Betäubungsmittel eine Vergewaltigung. Jede ungewollte Hand an einer intimen Stelle ist sexualisierte Gewalt.“

#VOX Stimme

Seit September startete bei Vox das neue Format „#VOXStimme“. In jeder Folge lenkt eine bekannte Persönlichkeit die Aufmerksamkeit auf ein persönliches und meist gesellschaftskritisches Thema. #VOXStimme läuft den gesamten September von Montag bis Freitag um 20:13 Uhr auf Vox im TV.