Elon Musk: Der König seines eigenen Twitter-Imperiums

Tony PolandTony Poland | 29.04.2022, 14:00 Uhr
Elon Musk hat Twitter gekauft
Elon Musk hat Twitter gekauft

Foto: IMAGO / Political-Moments

Tesla-Boss Elon Musk ist nicht nur unfassbar reich, sondern besitzt auch mitunter schrägen Humor. Nach seiner Twitter-Übernahme vertrieb sich der Milliardär auf seinem liebsten Spielzeug gleich mal wieder die Zeit. Sein neuester Tweet schoss durch die Decke. Nicht zum ersten Mal.

Elon Musk nimmt sich bekanntlich, was er will. Für seine neueste Errungenschaft, Twitter, legte der Unternehmer mal eben schlappe 44 Milliarden Dollar auf den Tisch. Ist ja auch ein wunderbares Spielzeug, um seinen Gedanken hinaus in die Welt freien Lauf zu lassen.

Was der 50-Jährige mit dem Kurznachrichtendienst in Zukunft vorhat, bleibt abzuwarten. Eine aktuelle Tweet-Ankündigung des Unternehmers, wirbelte jetzt aber schon mal mächtig Staub auf. Der reichste Mensch der Welt liebt es einfach zu provozieren und für Verwunderung zu sorgen.

Kauft Elon Musk jetzt auch Coca-Cola?

Eigentlich wollte Elon Musk nur einen Spaß machen, ehe daraus Ernst wurde. Kein Wunder, denn der neue Twitter-Chef vereint fast 90 Millionen Follower auf der Plattform. Seine Tweets gehen damit in Windeseile um die Welt. Besonders dann, wenn es um seine persönliche Einkaufsliste geht. Warum auch nicht gleich nach Twitter noch den nächsten Deal an Land ziehen?

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„Als Nächstes kaufe ich Coca-Cola, um wieder Kokain reinzupacken“, zwitscherte er am 28. April. Dabei dürfte es sich aber nur um einen Gag handeln. Zum einen bezahlt auch Elon Musk das Twitter-Investment nicht aus der Portokasse, so dass der Geldbeutel für so eine Investition erstmal leer sein dürfte.

Zum anderen wäre es freilich illegal, die Droge in das Getränk zu mischen. Wobei: Ende des 19. Jahrhunderts war Kokain aus Coca-Blättern Teil des ursprünglichen Rezepts. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen musste das Rauschgift jedoch aus dem Getränk entfernt werden.

Er jagt den Twitter-Rekord

Mit seinem Koks-Tweet jedenfalls katapultierte sich Elon Musk in die ewige Twitter-Bestenliste. Bis heute bekam der Post mehr als 4,4 Millionen Likes und mehr als 660.000 Retweets. Laut „Bild-Zeitung“ sind diese Zahlen die zweithöchsten, die ein Tweet jemals verzeichnen konnte.

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Vielleicht gelingt dem SpaceX-CEO aber auch sogar hier noch der Sprung auf Rang eins, denn die Tendenz der Interaktionen ist weiter steigend. Bis zum meistgeliktesten Tweet aller Zeiten, fehlen allerdings noch ein paar Likes. Die offizielle Mitteilung über den Tod von „Black Panther“-Schauspieler Chadwick Boseman (†43) im August 2020 erhielt 7,2 Millionen Likes von trauernden Fans.

Elon Musk war offensichtlich in Hochform, denn der Tech-Gigant legte gleich noch einen nach. Und wieder provozierte der Milliardär einen US-Konzern. Er postete einen Fake-Screenshot mit einem vermeintlich selbst verfassten Tweet.

„Jetzt werde ich McDonald’s kaufen und alle Eis-Maschinen reparieren“, twitterte er. Nur um nachzulegen: „Hört zu, ich kann keine Wunder vollbringen.“ Zu schade.

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Das sind die schrägsten Tweets von Elon Musk

Im Laufe der letzten Jahre hat Elon Musk schon öfters den Twitter-Vogel abgeschossen. Seine Tweets sind umstritten. Häufig ist nicht klar, ob der Tesla-Chef nur Witze reißt oder nicht. Mit seiner Aufforderung an Kriegstreiber Wladimir Putin (69), sich einem Boxkampf zu stellen, sorgte er jedenfalls für laute Lacher und allerhand mega witzige Memes.

Auch Bill Gates (66) nahm der Twitter-König in den vergangenen Tagen aufs Korn. Er machte sich über die überschüssigen Pfunde des Microsoft-Gründers lustig. Daneben setzte Musk das Emoji eines schwangeren Mannes. „Für den Fall, dass Sie schnell einen Ständer verlieren müssen“, kommentierte er den Vergleich.

Mächtig ins Fettnäpfchen trat Elon Musk mit seinem „Befreit Amerika jetzt“ Tweet Ende April 2020. Seiner Meinung nach sollten die Restriktionen rund um die Coronakrise damals ein Ende haben, er hielt die Lockdown-Maßnahmen für völlig überzogen. Kurz nach Veröffentlichung löschte er den Post allerdings wieder.

Die Aussagen von Elon Musk widersprechen oft wissenschaftlichen Fakten. So zweifelte der Bau der Pyramiden von Ägypten durch Menschen an. Er zwitscherte, dass diese eindrucksvollen Bauwerke „offensichtlich von Aliens erbaut“ wurden.

Genauso fragwürdig war ein Tweet von 2018. Musk bezeichnete einen Taucher, der Kinder bei dem Höhlen-Unglück in Thailand aus einer überfluteten Höhle rettete, als Pädophilen. Zuvor lehnte der Retter ein U-Boot, welches der Unternehmer zur Verfügung stellte, ab. Der Tweet führte zu einer Anzeige und wurde entfernt.

Mit öffentlichem Gegenwind scheint Elon Musk so seine Probleme zu haben. Im Mai 2018 stellte er eine Bewertungs-Plattform für Journalisten in Aussicht. „Erstelle eine Website, auf der die Öffentlichkeit die Wahrheit eines Artikels bewerten und die Glaubwürdigkeit jedes Journalisten, Herausgebers und Veröffentlichungen im Laufe der Zeit verfolgen kann.“ Parallelen zu Donald Trump (75) sind nicht zu übersehen…