Afghanistan-ReiseExtremsportler Wigald Boning beeindruckt von einem 26 Jahre alten Feldwebel

dpadpa | 13.07.2022, 18:55 Uhr
Wigald Boning spielt Ball
Wigald Boning

IMAGO / Eventpress

Die Zeiten haben sich geändert: Der Komiker Wigald Bobning sieht die Bundeswehr heute in einem anderen Licht.

Komiker Wigald Boning (55) würde heute zur Bundeswehr gehen. „Heute würde ich den Kriegsdienst nicht mehr verweigern“, sagte er der Zeitung „Die Zeit“.

Als Kind habe er die Armee nur in Form von betrunkenen Wehrdienstleistenden gekannt. Aber bei einer Afghanistan-Reise habe sich das Bild allerdings gewandelt. „Das war eine der wichtigsten Reisen meines Lebens. Ich habe dort die Bundeswehr ganz neu kennengelernt.“ 



Er habe nämlich plötzlich „schlaue, gebildete, besonnene Menschen“ getroffen, die sich dort für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzten. „Ich lernte einen 26 Jahre alten Feldwebel kennen, der den kriegsgebeutelten Bewohnern eines Bergdorfs das Prinzip des Rechtsstaats erklärte“, so Boning weiter. Dieses Erlebnis änderte den Blick des Komikers auf die deutsche Armee. Boning: „Was für eine Aufgabe! Das wäre auch was für mich gewesen.“

Jede Woche ein Marathon

Zuletzt veröffentlichte der vierfache Vater Boning, der auch Musiker, Autor, Schauspieler, Komiker und übrigens auch als Extremsportler ist, das Buch „Lauf, Wigald, Lauf“. Dafür lief er während eines ganzen Jahres jede Woche einen Marathon. Der Hobbywissenschaftler, bekannt aus Formaten wie „clever! – Die Show, die Wissen schafft“ oder „Der Quiz-Champion“, sagt zudem, er sei in der Schule immer am schlechtesten in den naturwissenschaftlichen Fächern gewesen. „Da traue ich mir bis heute am wenigsten zu.“ Boning hat nicht studiert. „Heute lese ich immer, wenn ich Zeit habe, Sachbücher, um mich weiterzubilden.“